Niederlage in Weißenfels: Baskets machen Fehlstart perfekt
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Würzburg erleben
7. Oktober 2013

Sie haben sich nach einem schlechten Start in die Partie zurückgekampft, hatten bis zum Schluss die Chance auf den Sieg und mussten trotzdem mit einem 82:86 (36:45) im Gepäck die Heimreise antreten: Nach der Auftaktniederlage zu Hause gegen Phoenix Hagen haben die s.Oliver Baskets auch das erste Auswärtsspiel der neuen Saison in Weißenfels beim Mitteldeutschen BC verloren.
„Am Ende hatten wir es selbst in der Hand, haben aber die entscheidenden Punkte nicht gemacht. Das ist natürlich sehr bitter“, fasste s. Oliver Baskets Headcoach Marcel Schröder die dramatischen Schlusssekunden des Spiels zusammen: Beim Spielstand von 81:84 aus Sicht der Unterfranken trat 7,3 Sekunden vor Schluss Ricky Harris an die Freiwurflinie.
Freiwurf-Drama in den Schlusssekunden
Er traf den ersten zum 82:84 und vergab den zweiten. Jason Boone schnappte sich den Offenisvrebound, wurde von Djordje Pantelic gefoult und hatte die Möglichkeit, von der Freiwurflinie für den Ausgleich zu sorgen. Boone traf beide nicht, Hrvoje Kovacevic schnappte sich seinen 13. Rebound, ließ sich nicht mehr stoppen und erzielte seine Punkte Nummer 21 und 22 zum Endstand von 82:86 im Wolfsbau.
Zuvor hatten die 2.400 Zuschauer, egal aus welchem Fanlager, eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Im ersten Viertel waren es die Gastgeber, die besser trafen und sich schnell auf 20:8 (8. Minute) absetzen konnten. Erst dann kam auch die Würzburger Offensivmaschinerie so langsam auf Betriebstemperatur.
Bis zum Ende des ersten Viertels verkürzten die Gäste durch einen Carter-Korbleger und einen Harris-Dreier auf 22:15, und nach sechs McNaughton-Punkten in Folge und dem ersten Drei-Punkte-Treffer von Jimmy McKinney kamen die s.Oliver Baskets bis zur 13. Minuten auf 26:24 heran. In diesem Stil ging es dann bis zur Pause weiter: Der MBC setzte sich auf 37:28 ab (17. Minute), zwei Dreier von McKinney brachten die Würzburger wieder heran (37:34, 18. Minute), bis zur Halbzeit setzten sich die Gastgeber erneut auf 45:36 ab.
Starker Start in Halbzeit zwei
Das dritte Viertel dominierten die Unterfranken: Die Baskets starteten mit einem 20:2-Lauf in die zweite Halbzeit – Lamont Mack und dreimal Tweety Carter versenkten dabei vier Dreier in Serie – und hatten die Partie beim Stand von 47:56 in der 27. Minute komplett gedreht.
Die erneute Aufholjagd der „Wölfe“ leitete Malte Schwarz mit zwei Dreiern ein, dennoch gewannen die s.Oliver Baskets den dritten Spielabschnitt mit 29:15 und lagen nach dem vierten Dreier von Spielmacher Tweety Carter vor den letzten zehn Spielminuten mit fünf Zählern vorne (60:65). Und weiter ging die Achterbahnfahrt: Ein 10:1-Lauf bis zur 33. Minute brachte den MBC wieder mit 70:66 in Führung. Beim Stand von 72:70 entschieden die Unparteiischen zunächst auf ein unsportliches Foul von Jason Boone und verhängten gleich anschließend noch ein technisches Foul gegen Trainer Marcel Schröder.
Die vier fälligen Freiwürfe nutzten Sascha Leutloff und Malte Schwarz zum 76:70 in der 35. Minute. Zwar gingen die s.Oliver Baskets in den letzten beiden Spielminuten noch zweimal in Führung – 78:79 durch ein Alley-Oop-Anspiel von Tweety Carter auf Jason Boone und 80:81 durch McKinney-Freiwürfe 31 Sekunden vor Schluss – die entscheidenden Aktionen in der „Crunchtime“ setzen aber die Gastgeber.
Die Zahlen zum Spiel
Mitteldeutscher BC – s.Oliver Baskets 86:82 (22:15, 23:21, 15:29, 26:17)
Bei den Würzburgern trugen sich alle zehn Spieler in die Scorerliste ein. Am Besten trafen Jimmy McKinney (16), Tweety Carter (14) und Ricky Harris (13).
Für die s.Oliver Baskets spielten:
Jimmy McKinney 16 Punkte/3 Dreier, Tweety Carter 14/4 (8 Assists), Ricky Harris 13/1, Jason Boone 8, Chris McNaughton 8, John Little 7/1, Ruben Spoden 5, Lamont Mack 5/1 (7 Rebounds), Sebastian Betz 4, Maurice Stuckey 2.

