Quer durch die Wüste für den guten Zweck

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Würzburg erleben

9. April 2014

Ex-Basketballprofi Henneberger gibt Gas für den guten Zweck

Christoph Henneberger, Ex-Basketballprofi der Würzburger Baskets, und sein Freund Joachim Goll nehmen an einer Autorallye der ganz besonderen Art teil. Die Charity-Rallye „Dust und Diesel“ geht auf den Würzburger Florian Schmitt zurück, der 2001 einfach mal ausprobieren wollte, ob er es mit einem 123-Mercedes nach Dakar schafft. Ihm ist es gelungen – und 13 Jahre Jahre später finanziert das Projekt zwei Waisenhäuser im Senegal. Das Interesse ist so groß, dass mittlerweile zwei  Rallyes pro Jahr stattfinden.

Henne und Joachim machen C-Klasse wüstenfit

Die beiden haben sich bei uns in der „Würzburg erleben“-Fanbase eingefunden, um uns von der Rallye, ihrem Vorhaben und Erwartungen und wie’s denn eigentlich zu der ganzen Aktion gekommen ist, zu erzählen. Außerdem dürfen wir einen Blick auf den alten C-Klasse Mercedes werfen, der in den letzten Tagen „wüstenfit“ gemacht wurde.

Kennengelernt haben sich die beiden im VIP-Raum der Baskets, laut Christoph war Joachim ein „lauter Geselle“, der Stimmung für 10.000 Leute machte. Es kam zu einer Unterhaltung und nachdem sich die beiden noch öfter trafen, unter anderem beim Play-off Viertelfinale in der Berliner O2-World, wurden sie Freunde. Eines Tages hatte Goll die Idee, bei der Rallye mitzufahren, einfach mal in den Raum geworfen. Der Anlagenberater und Sportfanatiker war davor schon in der Wüste unterwegs gewesen und wollte unbedingt einmal an „Dust und Diesel“ teilnehmen. Chris Henneberger hatte sich für dieses Jahr ohnehin vorgenommen die Welt zu bereisen und so entstanden im gemeinsamen Urlaub in Portugal erste Pläne.

Fahrt durch’s Minenfeld

An der Rallye im Mai nehmen insgesamt 22 Teams, vom Azubi bis zum Universitätsprofessor, teil. Alle Teams treffen sich am Startpunkt im spanischen Tarifa, um in einer ersten Etappe mit einer Fähre nach Tanger, Marokko, überzusetzen. Die 7.500 km lange Strecke führt über Fes, Marrakesch, die Minenfelder in Mauretanien und einer Fahrt entlang des Atlantikstrands in den Senegal.

Mindestens fünf bis sechs Stunden pro Fahrtag werden die beiden für die 400 bis 750 km langen Etappen brauchen. Aber es wird auch Tage geben, die nur für das Reparieren der Autos da sind. Dafür hat die Kolonne einen Mechaniker-LKW dabei, der die Fahrzeuge in Schuss hält.

Grundsätzlich haben die verschieden Teams die Koordinaten für die abendlichen Ziele in einem „Roadbook“ zusammengefasst und können sich die genaue Fahrstrecke dann selbst einteilen. Die Wüstenetappen werden aber in Kolonne gefahren, durch Minengebiete sogar von der Polizei begleitet. „Wenn es heißt sechs Stunden im Auto sitzenbleiben, dann heißt das auch sechs Stunden sitzenbleiben“, beteuert Joachim Goll, der vor den gefährlichen Teilstrecken warnt. Ein weitere kritische, wenn auch schöne Etappe, ist die Fahrt entlang der Pazifikküste. Dort müsse man genau planen, wann man losfährt, denn wenn die Flut kommt, versinkt das Auto im Treibsand und ist nicht mehr zu retten.

Im Senegal angekommen werden die Autos an Händler versteigert, der Erlös kommt den beiden Waisendörfern zugute. Henneberger und Goll planen aber noch zusätzliche Spenden zu sammeln, die sie für die Kinder mit ins Gepäck nach Afrika packen. Die Wahl des „Wüstenmobils“ fiel deshalb auf einen Mercedes, weil es dafür in Afrika viele Ersatzteile gibt. Die Versteigerung des Wagens soll natürlich möglichst viel Geld einbringen, auf der anderen Seite müssen sich die Händler den Wagen aber auch leisten können.

Keine Vorstellung, aber große Erwartungen

Auf die Frage, was er sich für die Reise vorstellt, gibt Henneberger zu, dass er das noch gar nicht beurteilen kann. Er habe Fotos von tollen Landschaften gesehen und versucht sich auf die Hitze bis etwa 50 Grad, die dort im Mai herrschen wird, vorzubereiten.

Er freut sich auf die Stille und Abgelegenheit der Wüste, auf die Fahrt entlang des Pazifiks, auf’s Camping und auf’s Hörbuch hören und Gespräche führen mit Partner Joachim. Auf was er noch gespannt ist, ist das Waisenhaus, welche Umstände dort herrschen und was mit Hilfe des Projektes schon alles geschaffen werden konnte.

Bei Laune halten wollen sich die beiden Freunde durch Motivations-CD’s und einem täglichem Sportprogramm. Durch die viele Zweisamkeit wird die Freundschaft bestimmt noch viel intensiver werden, bei so viel Nähe geht man sich aber möglicherweise auch mal ganz schnell auf die Nerven. Von ihren besseren Hälften werden Chris und Joachim nach anfänglichem Misstrauen mittlerweile tatkräftig unterstützt.

Ein Fussball-Sieg für Deutschland

Einen Gewinner der Rallye im klassischen Sinne gibt es nicht. Alle Teilnehmer, die das Ziel erreichen und ihr Auto für einen guten Zweck verkaufen, sind Gewinner. Immerhin soll das Auto dort im bestmöglichen Zustand ankommen, sodass es zu einem guten Preis verkauft werden kann. Gewinnen wollen die zwei aber unbedingt das Fussball- und Basketballspiel, das die Fahrer am Ende jeder Rallye gegen die Afrikaner austragen. Bisher haben die Afrikaner jedes Spiel gewonnen, dieses Jahr soll das anders werden.

Tombola soll weitere Spenden bringen

Beim nächsten Heimspiel der s.Oliver-Baskets am 17.04. wird es eine Tombola mit dem Motto „1 € für Afrika“ geben, bei der mit Hilfe u. a. der Spielerfrauen Lose zu einem Preis von eben 1 € verkauft werden. Es haben sich viele Sponsoren gefunden, die noch mehr tolle Preise zur Verfügung stellen. Gewinnen kann man z.B. eine Reise zu einem Weinfest in Portugal, inklusive Flügen und Unterkunft, oder ein Catering für 25 Personen im Wert von etwa 2.000 Euro. Würzburg erleben-Partner wohnforum sind auch mit einem 1.000 € Gutschein dabei. Vervollständigt wird die Preisliste durch signierte Fanartikel von Dirk Nowitzki Tickets und Trikots der regionalen Teams Rimparer Wölfe und Würzburger Kickers sowie viele weitere Preise.

Am Losstand vor der Halle wird auch der „wüstentaugliche“ Mercedes zu bestaunen sein, der deshalb das Rennen machte. Unterstützung ist dabei nicht nur von Fans gefragt, es werden noch immer Sponsoren für die Tombolapreise gesucht und auch das Auto ließe sich noch mit Werbung schmücken. Für den Losverkauf ist übrigens kein Basketsticket notwendig, die können einfach vor der Halle erstanden werden.

Dust & Diesel auf Youtube

Ein Beispiel, wie die Wüstenrallye abläuft, findet man auf Youtube.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=Aj_pTRJzDog

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