Notärzte warnen: Alkohol als Ursache für Badeunfälle
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20. August 2015

Notärzte warnen vor tödlichem Ausgang
Die häufigste Ursache tödlicher Badeunfälle ist der Einfluss von Alkohol. Bei 40% der Todesfälle ist Alkohol im Spiel. 80% der tödlich Verunglückten sind männlichen Geschlechtes. Männer sind unvernünftiger besonders verbunden mit großzügigem Alkoholgenuss.
Mangelndes Risikobewusstsein betrifft vor allem Jüngere, aber auch Ältere unterschätzen die Gefahren des plötzlichen Badetodes.
„Reflextod“
Gerade bei Hitzeperioden ist die Gefahr eines Badeunfalls evident. Hierfür gibt es neben allgemeinen Gefährdungen eine medizinische Erklärung. Alkohol führt zu einer Weitstellung der Blutgefäße vor allem im Bereich der Haut (rosige Gesichtsfarbe).
In der Folge wird der Körper besonders anfällig für eine plötzliche Kälteeinwirkung durch Wasser. Der Wasserkontakt kann auch bei Temperaturen von über 20°C zu erheblichen Kreislaufwirkungen bis hin zum plötzlichen Kreislaufstillstand führen. Man spricht deshalb auch vom Reflextod.
Dies erklärt das lautlose Untertauchen ohne einen Hinweis auf einen Überlebenskampf. Alkohol schränkt darüber hinaus die Koordinationsfähigkeiten ein und verringert die Muskelkraft, so dass es selbst bei guten Schwimmern deutlich schneller zu Erschöpfungszuständen kommen kann.
Nüchtern ins Wasser!
Häufig werden Notärzte zu Badeunfällen gerufen, bei der Betroffene erst spät aus dem Wasser geholt wurde und Wiederbelebungsmaßnahmen nicht zum Erfolg führen können. Aus diesem Grunde warnen Notärzte eindringlich nach größerem Alkoholgenuss nicht ins Wasser zu gehen. Alkohol wirkt bei Hitze schneller, was neben den gefährlichen Kreislaufreaktionen auch dazu führt, dass andere Gefahren (z.B. Strömung, Strudel u.a.) nicht beachtet werden.
Vermieden werden kann der Badeunfall durch die Beachtung der Baderegeln, wobei Alkohol und Baden nicht zusammen passen.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (agbn).

