90% weniger Existenzgründungen in Würzburg

Anzeige

Würzburg erleben

20. Juni 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Würzburg. Es gibt immer weniger Unternehmensgründungen. In der Stadt Würzburg war bereits 2011 ein Rückgang um 91 Prozent in Vergleich zu 2010 zu verzeichnen. 2012 gab es nochmals 26 Prozent weniger Neuanmeldungen als 2011. In absoluten Zahlen betrug der Zuwachs 2012 nur noch 14 Unternehmen (2011 plus +19).

Dieses Gesamtbild ist nach einer Analyse des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin, in ganz Deutschland erkennbar: Das Gründungsinteresse verzeichnete 2012 einen starken Rückgang. Für 2013 erwartet die IHK-Organisation sogar ein neues Rekordtief. 

Aber die IHK sieht auch positive Trends: Die Gründer sind deutlich besser vorbereitet, ihre Ideen und Konzepte sind durchdacht und nachhaltig geplant. „Existenzgründer wagen den Schritt in die Selbstständigkeit zusehends, weil sie wollen, nicht weil sie müssen.“, so Genders. Dank eines guten wirtschaftlichen Gesamtumfeldes, positiver Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen im nationalen und internationalen Umfeld, aber auch dank zahlreicher Hilfen im Bereich der Gründungsfinanzierung seien die aktuellen Rahmenbedingungen für Existenzgründer positiv. 

Einfluss durch demografischen Wandel und Arbeitsmarkt 
Der IHK-Gründeratlas macht deutlich, dass die Gründungsintensität gerade in Regionen zu erkennen ist, in denen auch die Bevölkerung weniger wird. Auch die gute aktuelle Arbeitsmarktsituation trägt zu weniger Gründungen bei, weil Gründungswillige oft lieber ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis wählen, als den Schritt in die berufliche Unabhängigkeit zu wagen. Ein weiteres Kriterium ist die 2011 reformierte staatliche Gründungsförderung, die Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus stärker unterstützt.

Dienstleistungsbranche bevorzugt
Nach Branchen betrachtet, setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: In den gewerblichen und sonstigen Dienstleistungen ist ein deutlich positives Gründungswachstum in Mainfranken zu erkennen. Hier ist die Anzahl an neuen Unternehmen im letzten Jahr deutlich gestiegen, Rückgänge zeigen sich in den Bereichen Gastronomie sowie Handel und Handelsvermittlung 

Öffentliche Mittel helfen beim Start 
Gründer können ihr Vorhaben oft nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Unterstützung bieten die staatlichen Förderbanken KfW und LfA Förderbank Bayern, die 2012 im Rahmen der klassischen Gründungsförderungskonzepte umfangreiche Mittel zur Verfügung stellten. Alleine der Freistaat förderte im vergangenen Jahr Investitionen von rund 19 Mio. Euro und sicherte Beschäftigung für 536 Menschen im Rahmen von Gründungsvorhaben. Insgesamt wurden Gründer in den letzten zehn Jahren mit rund 177 Mio. Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert.

Der „Gründeratlas Mainfranken 2013“ kann kostenfrei in Druckform in der IHK bezogen werden. Ansprechpartner: Katja Reichert, Tel. 0931 4194-311, E-Mail: katja.reichert@wuerzburg.ihk.de. Ebenso steht die Publikation unter http://www.wuerzburg.ihk.de/presse/publikationen/schriftenreihe.htm zum Download bereit.

Banner2
Topmobile2