Mit 2,8 Promille von Friedensbrücke in Main gesprungen

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Würzburg erleben

23. Juni 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

WÜRZBURG/ZELLERAU. Der Sprung von der Friedensbrücke in den Main hätte in einem Drama enden können. Aber der Mann hatte Glück und konnte sich schwimmend ans Ufer retten. Seine Schutzengel hatten dabei sicherlich maßgebliche Unterstützung geleistet.

Notruf wegen Brückensprung

Am Freitagnachmittag gegen 17:45 Uhr erreichte die Polizei der Notruf, dass soeben ein Mann von der Friedensbrücke aus in den Main gesprungen und nun nicht mehr zu sehen sei. Sofort rückten einige Polizeistreifen an, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Entgegen der ersten Behauptung war der Brückenspringer, ein 38 Jahre alter Würzburger, doch noch zu sehen. Er schwamm in der Nähe des Westufers mittig zwischen Friedensbrücke und Brücke der deutschen Einheit. Bei ihm war sogar ein zweiter Schwimmer.

Während der zweite sich mehr oder weniger mühelos ans Ufer begeben konnte, hatte der 38-Jährige dabei große Mühe. Mehrmals fiel er beim Versuch, das Ufer zu erklimmen, wieder ins Wasser zurück. Eine Polizeistreife konnte ihm aber schließlich helfen und ihn vom Ufer aus an Land ziehen.

Mit 2,8 Promille alkoholisiert

Wie sich herausstellte, war der Brückenspringer mit 2,8 Promille überdeutlich alkoholisiert. Deshalb ließ er sich auch von seinen beiden Begleitern nicht von dem Sprung abhalten. Diese gingen dann beschleunigt zum Viehmarktplatz hinunter, um ihrem Kameraden zu helfen. So erklärte sich schließlich der zweite Schwimmer. Er war unterhalb der Friedensbrücke ins Wasser gegangen, um seinem Kumpel beizustehen – so die Erklärung des 25-Jährigen.

Der Brückenspringer, der bei seinem Tun ein erhebliches Quantum Glück verbraucht hatte, musste den restlichen Abend und den größten Teil der Nacht in polizeilichem Gewahrsam in der Ausnüchterungszelle verbringen. Ihn erwartet eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen schifffahrtsrechtliche Vorschriften, die mit einem Bußgeld geahndet werden wird.

Polizeiauto seitlich Polizei

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