Wer sein Rad liebt, der schiebt! Engpässe im Radverkehr – Teil 1

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Würzburg erleben

24. Juni 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Würzburgs Radfahrer fordern ihre Rechte ein! Gefährlich, denn die Stadt ist darauf nicht sehr gut vorbereitet. Seit Jahrzehnten genießt der motorisierte Verkehr in Würzburg Priorität, der Radverkehr wird nur als Nebenschauplatz wahrgenommen, vernachlässigt oder gar ganz verdrängt. Trotz städtischem Fahrradbeauftragten und Radverkehrsbeirat existiert in dieser Hinsicht kein verbindliches Konzept für Straßenbauprojekte.

Das muss sich ändern! Ab sofort präsentiert „Würzburg erleben“ in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft „Würzburgs Radfahrer“ jede Woche eine besonders heikle Stelle unserer Straßenlandschaft, die schon mit wenig Einsatz entschärft werden kann.

Wer sein Rad liebt, der schiebt! 

Ein Meinungsartikel von Marc Dávid Várdai.

„Ein Paradebeispiel ist der Berliner Platz. Obwohl der Radweg in den Einmündungsbereichen von Kroatengasse, Ludwigstraße, Rennweger Ring und Martin-Luther Straße vorbildlich unfallverhütend und übersichtlich angelegt ist, stellt der Rest des Kreisverkehrs eine Katastrophe dar.

 

 

An der Schweinfurter Straße, der Straße zur Grombühlbrücke und auch am Haugerring ist an flüssiges Vorankommen nicht zu denken. Als Verkehr zweiter Klasse werden Radfahrer hier zum Fußgänger degradiert, zum Absteigen und Schieben des Fahrrades gezwungen.

 

 

Dazu kommt noch das besondere Schmankerl der Kreuzung mit der Haugerglacisstraße. Ein ungenügend gekennzeichneter Quasi-Radweg führt Radfahrer mitten hindurch, man ist der Willkür des von drei Seiten kommenden, motorisierten Verkehrs ausgeliefert.

 

 

Das Ergebnis: Der bisherige Ansatz, Radfahrer aus der Nähe der Fahrbahn zu verbannen, ist in jedem Fall gescheitert. Warum nicht als Alternative das genaue Gegenteil versuchen? Die günstigste und mit geringem Aufwand umsetzbare Lösung des Problems ist die Ausdehnung des Radstreifens auf den gesamten Kreisverkehr. Von der Vereinheitlichung aller Einmündungsbereiche und der dadurch geschaffenen neuen Übersichtlichkeit profitieren schließlich alle Verkehrsteilnehmer, es geht flüssiger voran, das Unfallrisiko sinkt.“

Ein Gastbeitrag von Marc Dávid Várdai. Habt auch Ihr persönliche Erlebnisse oder Fotos von „Engpässen“? Her damit: redaktion@wuerzburgerleben.de

Umfrage zum Radfahren in Würzburg

Im Rahmen der Aktion Stadtradeln möchten VCD, ADFC und die Lokale Agenda 21 die Meinung zum Radverkehr in Würzburg und Umgebung in Erfahrung bringen. Nach der Auswertung der Fragebögen werden wir den Radverkehrsbeirat, den Würzburger Stadtrat und die Stadtverwaltung über die Ergebnisse informieren und ein zügiges Handeln im Namen aller Fahrradfahrer in Würzburg erwirken. Die Ergebnisse werden anschließend auf Würzburg erleben veröffentlicht. Hier geht es zur Umfrage (bitte klicken).

 

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