Feuerwehrstatistik für Unterfranken: 2012 mehr als 3.000 Personen gerettet
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26. Juni 2013

Symbolbild Würzburg
Wie die Regierung von Unterfranken in einer Pressemitteilung informiert, haben die verschiedenen Feuerwehreinheiten der Region bei ihren Einsätzen im Jahr 2012 mehr als 3.000 Personen gerettet. Für dieses außerordentliche Engagement sprach Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer ihnen seinen Dank aus.
Hier die Feuerwehrstatistik 2012 im Wortlaut
Rund 26.000 Einsätze (genau: 25.984; Vorjahre 2011: 26.005, 2010: 30.117, 2009: 29.374 und 2008: 27.252) waren im Jahr 2012 von den 990 Freiwilligen Feuerwehren, den 32 Betriebs- und Werkfeuerwehren sowie der Berufsfeuerwehr Würzburg in Unterfranken zu leisten. Nach den Steigerungen der Vorjahre (von 2007 auf 2010 um +10,5%) und dem Rückgang der Gesamteinsatzzahlen im Jahr 2011 (von 2010 auf 2011 um -13,6 %) verbleiben die Einsatzzahlen für 2012 damit in etwa auf Vorjahresniveau. Erfreulich ist der Rückgang der Brandeinsätze im Jahr 2012 um 521 auf 2.148 Einsätze (- 19,5%). Deutlich gefallen ist im Jahr 2012 auch die Anzahl der technischen Hilfeleistungen um 741 auf 11.661 Einsätze.
Im Rahmen der technischen Hilfeleistungen mussten die unterfränkischen Feuerwehren 876 mal wegen Unfällen auf der Straße, 245 mal wegen Hochwasser bzw. Überschwemmungen, 557 mal wegen sonstiger Wasserschäden, 539 mal wegen Sturmschäden und 1.372 mal wegen Ölspuren bzw. Öl auf der Fahrbahn ausrücken. Tierunfälle oder Tierbergungen machten 396 Einsätze aus.
Fast 40.000 Einsatzkräfte in Unterfranken
Insgesamt 38.574 Einsatzkräfte waren 2012 in allen Feuerwehrbereichen in Unterfranken aktiv. Auf die 990 Freiwilligen Feuerwehren Unterfrankens entfallen dabei insgesamt 37.232 (Vorjahr: 38.154) Feuerwehrdienstleistende. Davon sind 3.508 (Vorjahr: 3.402) Feuerwehrfrauen oder 9,4% was einer erneuten leichten Steigerung von 0,5% gegenüber 2011 entspricht. Weiter leicht fallend ist die Anzahl der Feuerwehranwärter/innen. Mit 7.035 ist hier erneut eine Verringerung um rund -3,4% gegenüber 2011 (Vorjahr: -0,3%; 2010: -2%) festzustellen. Die Anzahl der Feuerwehr-Jugendgruppen liegt aktuell bei 761 (Vorjahr: 756). Die Zahl der Atemschutzgeräteträger in den Freiwilligen Feuerwehren verringert sich erneut leicht auf aktuell 8.182 (Vorjahr: 8.274).
Die Anzahl der Fehlalarmierungen im Jahr 2012 blieb nahezu unverändert. Nach 2.416 Fehlalarmierungen im Jahr 2011 betrug die Zahl im Jahr 2012 genau 2.415 Fehlalarme. Fehlalarme belasten die Feuerwehren in der Praxis erheblich.
Über 3.000 Personen gerettet
Ingesamt 734 Personen wurden bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Einsatzlagen gerettet (Vorjahr: 616 Personen). Bei Bränden wurden 101 Personen gerettet (Vorjahr: 99). 106 Menschen (13 bei Brandeinsätzen und 93 bei technischen Hilfeleistungen) konnten die Feuerwehren nicht mehr helfen (Vorjahr: 9 bei Brandeinsätzen und 109 bei technischen Hilfeleistungen). Die Anzahl der „Brandopfer“ ist damit zwar gestiegen; die Anzahl der übrigen Opfer aber auch leicht zurückgegangen. Die Zahl der verletzten Feuerwehrdienstleistenden betrug im vergangenen Jahr 30 (Vorjahr: 26).
Bei den 2.429 Einsätzen der First Responder, einer Rettungseinheit der Feuerwehren, konnten im vergangenen Jahr 1.821 Personen (wie Vorjahr) gerettet werden; für 70 Personen (Vorjahr: 95) war keine Rettung mehr möglich. Durch First Responder-Einheiten wird die Zeit ohne gezielte Hilfe zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungsdienstes wesentlich verkürzt.
Dankesworte von Regierungspräsident Beinhofer
„Alle diese Zahlen verdeutlichen, dass unsere Feuerwehrangehörigen mit großem Mut und oft unter Einsatz ihres Lebens ihren selbstlosen Dienst an unserer Gemeinschaft leisten. Dafür gebührt ihnen – wie jüngst auch bei der Bewältigung der Hochwasserereignisse – unser aller Dank. Glücklicherweise war nach den Jahren 2003 bis 2011 auch im Jahr 2012 kein einsatzbedingter Todesfall unter den Feuerwehrangehörigen in Unterfranken zu beklagen“, kommentierte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer die aktuelle Feuerwehrstatistik. Der Regierungspräsident würde sich freuen, wenn sich auch künftig zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren. Sein Appell richtet sich insbesondere auch an die junge Generation, die durch den Einsatz in den örtlichen Feuerwehren einen wichtigen ehrenamtlichen Einsatz leistet.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Stärke und Ausrüstung sowie zu den Einsätzen der Feuerwehren in Unterfranken und Bayern sind im Internet unter: www.innenministerium.bayern.de unter der Rubrik >Schutz und Sicherheit< >Feuerwehr< veröffentlicht. Zur Vorjahresstatistik 2011 verweisen wir ergänzend auf unsere Pressemitteilung Nr. 151 vom 7. Mai 2012, die nach wie vor im Internetauftritt der Regierung von Unterfranken abrufbar ist.

