Weitere 72,7 Millionen für Baumaßnahmen der Uni
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Würzburg erleben
10. Juli 2013

Symbolbild Würzburg
In seiner heutigen Sitzung gab der Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag den Startschuss für mehrere Projekte an der Uni Würzburg mit einem Gesamtvolumen von über 72 Millionen Euro. Das teilte der stellvertretende Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag und Würzburger SPD-Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib mit, ebenso hat der CSU-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Hochschulausschusses Oliver Jörg in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen.
48 Millionen Euro werden davon für den Neubau des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz investiert. Weitere 8 Mio. Euro werden zusätzlich für die Versorgungseinrichtungen auf dem Gelände der Universitätsklinik bereitgestellt, für die Erschließung des neuen Gesamtcampus am Hubland wurden 11,9 Mio. Euro freigegeben und für die Sanierung des Universitätsgebäudes am Sanderring 2 (Neue Universität) genehmigte der Ausschuss 3,8 Mio. Euro.
Die Investitionen im Einzelnen:
Zentrum für Herzinsuffizienz (48 Millionen Euro) „Das wir heute die Gelder für das Herzzentrum freigeben konnten ist eine gute Nachricht für viele Herzkranke in ganz Unterfranken und weit darüber hinaus, weil damit neue Methoden und Therapien zur Bekämpfung von Herzschwäche vorangebracht werden“, freut sich Halbleib. Herzstück des Zentrums wird ein neues Forschungszentrum („Comprehensive Heart Failure Center“) auf insgesamt 5177 Quadratmetern Nutzfläche oberhalb der bestehenden Klinikbebauung in Richtung Oberdürrbach. Wegen der hohen wissenschaftlichen Bedeutung steuert der Bund 20 Millionen aus eigenen Finanzmitteln bei. Der Eigenanteil der Universitätsklinik beträgt 4,55 Millionen.
Erschließung und Versorgung der Uni-Klinik (8 Millionen Euro) Ein wichtiger Baustein der Gesamtentwicklung der Uni-Kliniken ist die Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen.
Daher werden nun 8 Millionen Euro zusätzlich in neue Trassen investiert. „Es ist nicht damit getan, einen Graben auszuheben und ein paar Rohre und Kabeln zu verlegen“, erläutert Halbleib das Bauprojekt. „Im Zuge der Straßenbahnerweiterung werden hier begehbare Tunnel gebaut, die neben der Trink-, Abwasser-, Heizungs-, Dampf-, Medien- und Wärmeversorgung auch Leitungen für den Daten- und Telekommunikationsverkehr enthalten werden“, so Halbleib.
Investitionen in den neuen Hubland-Campus sind „überfällig“ (11,9 Millionen Euro) Als überfällig bezeichnete Halbleib, dass der Freistaat Bayern in Gesamterschließung des Geländes des neuen Uni-Campus Hubland Nord investiert „Mit den bereitgestellten Geldern können nun endlich der Fernwärmeanschluss saniert, die Netzersatzanlage erneuert sowie die Erschließungsmaßnahmen für die sogenannte Mensateria in Angriff genommen werden“, erläutert Halbleib. Außerdem erfolgt damit die Anbindung des Wegenetzes an die neue Geh- und Radwegbrücke, die den neuen mit dem alten Campus verbindet. „Mir hat das Manches zu lange gedauert, insbesondere mit Blick auf die gestiegenen Studierendenzahlen in Würzburg,“ so Halbleib.
Sander-Uni wird saniert (3,8 Millionen Euro)
Neben Ausbau und Weiterentwicklung müsse auch in die bestehende Gebäudesubstanz der Uni investiert werden, so Jörg. Daher begrüßt Jörg wie Halbleib, dass der Haushaltsausschuss heute auch 3,8 Mio. Euro für den Umbau und die Sanierung der Neuen Universität am Sanderring freigab. Insbesondere die haustechnischen Anlagen des neobarocken, denkmalgeschützten Gebäudes sind veraltet. In einer ersten Teilbaumaßnahme können mit den freigegebenen Mitteln die bestehende Heizanlage umgerüstet sowie die statisch gefährdete Dachkonstruktion über dem Lichthof erneuert werden. Die jetzt beschlossene erste Teilbaumaßnahme umfasse allerdings nur die unabweisbar dringliche Maßnahmen, eine Generalsanierung, so Halbleib, müsse in naher Zukunft in mehreren Abschnitten finanziert werden. „Ein hierzu erforderliches Gesamtkonzept wird derzeit von der Universität zusammen mit dem Staatlichen Hochbauamt erstellt“, informiert Halbleib.

