Straba-Linie 6: mehr als 400 Einwände
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Würzburg erleben
16. Juli 2013

Symbolbild Würzburg
Die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) hat ihre Stellungnahmen zu den Einwänden bezüglich Straßenbahnerweiterung ins Frauenland/Hubland fertiggestellt. Heute haben die Verantwortlichen der WSB die Unterlagen an die Regierung von Unterfranken übergeben. Damit ist ein wichtiger Schritt im aktuellen Planfeststellungsverfahren getan.
30 Ordner Unterlagen
Insgesamt 30 Ordner mit Unterlagen in zweifacher Ausfertigung übergab die WSB heute an die Regierung von Unterfranken zur weiteren Bearbeitung. Darin enthalten sind Stellungnahmen aber auch ergänzende Gutachten zu den insgesamt 447 eingereichten Einwänden. „Wir haben jeden einzelnen Einwand sehr ernst genommen. Uns lag eine fundierte Bearbeitung am Herzen“, so WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer bei der Übergabe. Daher hat die WSB die Einwände zum Teil sehr ausführlich beantwortet. Doch nicht jeder, der Einwendungen geltend gemacht hat, ist grundsätzlich gegen eine Straßenbahnerweiterung. „Oft waren es auch nur Unklarheiten in Detailfragen, die den Einzelnen bewegen“, erläuterte WSB-Projektleiter Daniel Schüßler-Spitzhüttl. Er war mit einem kleinen Team in den vergangenen Monaten damit beschäftigt, die Einwände für die WSB zu bearbeiten. „Daher war es uns wichtig, den Einwendern alle nötigen Detailinformationen zu dem Projekt an die Hand zu geben und sie so weiterhin positiv zum Projekt zu stimmen.“
WVV erwägt Planänderungen
Doch hatte die WSB bei der Übergabe nicht nur Stellungnahmen sondern auch neue Lösungen mit im Gepäck: In den zurückliegenden Monaten haben zahlreiche Gespräche auf Arbeitsebene stattgefunden. Ziel war, bereits vor einem Erörterungstermin der Regierung mögliche Planänderungen zu erarbeiten, die den eingereichten Einwänden bestmöglich gerecht werden. Damit kann zum Beispiel ein Grunderwerb im Bereich des Wittelsbacher Platzes sowie des Zwerchgrabens und der Trautenauer Straße vermieden werden. Auch sehen die neuen Pläne nun ein Rasengleis in der Zu-Rhein-Straße, dem Zwerchgraben und Trautenauer Straße sowie der Maurmeierstraße vor. Für die Wohngebiete bedeutet das eine zusätzliche Grünfläche inmitten der Häuserzeilen. Zugleich profitieren die Anwohner von den besseren Schallschutzeigenschaften und der Kaltluftentstehungsfunktion der Gleise, die sich positiv auf das Mikroklima in den Wohngebieten auswirken kann.
Seit Juni 2012 Einwände möglich gewesen
Im Juni 2012 hatte die Regierung von Unterfranken das Planfeststellungsverfahren für das städtische Infrastrukturprojekt zur Straßenbahnerweiterung ins Frauenland/Hubland offiziell eröffnet. Dafür hat die Regierung zunächst die Planungsunterlagen an die jeweils zuständigen Fachbehörden, Gemeinden, Versorgungsunternehmen und Verbände mit der Bitte um Stellungnahme weiterleiten. Auch die Bürger hatten Gelegenheit, sich zu dem Vorhaben zu äußern. Ab dem 25. Juni 2012 konnten alle Bürgerinnen und Bürger einen Monat lang die Unterlagen einsehen und sich umfassend über die Planung informieren. Betroffene Anwohner hatten die Möglichkeit, schriftlich Einwände gegen die Planung vorzubringen. Nach der Bearbeitung der Einwände durch die WSB werden die Unterlagen und Stellungnahmen nun als Nächstes durch die Regierung von Unterfranken gesichtet und an die Einwender verschickt. Nächster Meilenstein ist dann ein offizieller Erörterungstermin zur Klärung offener Fragen.

