Theater Augenblick wird jetzt vom Freistaat gefördert
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Würzburg erleben
17. Juli 2013

Symbolbild Würzburg
Acht Menschen mit geistiger Behinderung ziehen als professionelle Schauspieler jedes Jahr die Würzburger in den Bann ihrer Schauspielkunst, indem sie im Theater Augenblick an rund 20 Abenden im Jahr lebendige und berührende Eigenproduktionen aufführen. Durch ihr Theaterspiel bringen sie ihre Individualität und ihren Ideenreichtum künstlerisch zur Geltung.
Mehr Inklusion erreichen
Kunstminister Wolfgang Heubisch möchte mit der Förderung des Theater Augenblick mehr Inklusion an bayerischen Theatern erreichen. Minister Heubisch: „Mir geht es dabei nicht um Sozialpädagogik, sondern um Kunst. Eine liberale Gesellschaft darf niemanden willkürlich ausgrenzen. Die Theater können hier
Vorreiter sein.“ Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Kulturausschussvorsitzender Oliver Jörg stimmten zu. „Das Theater Augenblick verbindet Menschen durch die Kunst. Es schafft einen Kulturraum, der zum gegenseitigen Kennenlernen anregt“, so die beiden Würzburger.
Beide Theaterhäuser zeigen modellhaft, wie die selbstverständliche Einbeziehung und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben aussehen können. Der Gedanke der Inklusion wird konsequent zu Ende gedacht. In zeitgemäßer Theaterarbeit steht nicht die Einschränkung behinderter Menschen im Fokus, sondern die Entfaltung ihres kreativen Potentials. Teilhabe bedeute mehr als der barrierefreie Zugang zu einem kulturellen Angebot, Teilhabe wird durch Mitgestaltung verwirklicht, so Kunstminister Heubisch.
7.100 Euro für aktuelle Produktion
Für seine diesjährige Produktion „Wörter der Liebe“ erhält das Theater Augenblick einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 7.100 Euro. Ab dem Jahr 2014 strebt das Kunstministerium eine institutionelle, das heißt regelmäßige Förderung des Theaters an. Landtagspräsidentin Stamm, Kunstminister Heubisch und Kulturausschusschef Jörg hatten in der Frage um Berücksichtigung des Theaters an einem Strang gezogen.

