Die Fußballerinnen des ETSV Würzburg: Schwitzen für die Zweitliga-Saison

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Würzburg erleben

7. August 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Noch knapp fünf Wochen, dann starten die Fußballerinnen des ETSV Würzburg in ihre dritte Saison in der Zweiten Frauen-Bundesliga. Die Vorbereitung läuft ebenso wie der Schweiß: auf Hochtouren. Sechs  Mal in der Woche treffen sich die leistungsbereiten Sportlerinnen, um in den endgültigen Kader der „Ersten“ zu gelangen. Das ist in diesem Jahr schwer wie nie. 36 Kandidatinnen muss/darf Cheftrainer Christian Breunig testen, um jene 25 Fußballerinnen zu nominieren, die letztlich die Saison bestreiten sollen.

Dabei gilt es, die hochkarätigen Abgänge – Bundesligatorschützenkönigin Julia Manger sowie die Abwehrchefinnen Juliane Bauer und Martina Honecker treten kürzer und wollen der Landesligamannschaft zum Aufstieg verhelfen  – zu ersetzen. Zumal auch Carina Schlangen (Breunig) aufgrund ihres Lehrerberufes in Hilpoltstein nur bedingt einsetzbar sein wird. Dennoch ist Cheftrainer Christian Breunig guter Dinge: „Wir  haben durchaus starke Neuzugänge, sind wesentlich breiter aufgestellt . Wir sind jetzt schon weiter als in der letztjährigen Vorbereitungsphase. Das liegt an zahlreichen Veränderungen im Umfeld.

Zunehmende Professionalisierung

Einmal hat man mit Achim Kaufmann einen Co-Trainer, der vor allem im Athletikbereich überragendes leistet, zum anderen konnten die Strukturen im Umfeld professionalisiert werden. Ob nun Laktakt-Tests oder Videoanalysen, ob  mehr Regenerationsmöglichkeiten oder höheres Trainings-Aufkommen,  man nähert sich dem Standard der zweiten Bundesliga, auch wenn wir mit Teams wie 1. FC Köln, Bayern München, FFC Frankfurt oder SC Sand nie werden mithalten können.“

Voraussetzung für eine gute Saison – nach wie vor gilt es, sich in Liga zwei zu etablieren – íst die mannschaftliche Geschlossenheit.  „Es ist beinahe schon beängstigend,wie gut sich die Mannschaft versteht. Da gibt es keine Grüppchenbildung, die ziehen alle mit. “ Das  müssen sie aber auch, denn nur mit Teamwork ist sportlich gegen die Konkurrenz etwas zu machen.

Vielversprechende Vorbereitung

Schon ein wenig angetestet wurde in den Vorbereitungsspielen, die freilich nur bedingt Aussagekraft hatten. Einmal fehlten und fehlen noch einige vermeintliche Stammkräfte im anfangs 36 Fußballerinnen umfassenden Kader, zum anderen konnten durch die vielen Auswechslungen taktische Varianten nur bedingt geübt werden.

Dennoch startete das Team recht ordentlich. Gegen Ligarivalen und Vorjahresvierten TSV Crailsheim gewann der ETSV mit 3:0, um eine Woche später gegen Regionalligaaufsteiger  1. FC Nürnberg mit 1:2 den Kürzeren zu ziehen.  Der 3:2-Sieg über Bayernligist FC Ingolstadt offenbarte noch viele Schwächen, die aber einen Tag später beim Blitzturnier in Bad Kreuznach  fast ausgemerzt wurden. Der ETSV gewann das Turnier, bei dem vier Zweitbundesligisten, vier Regionalligisten und zwei Oberligisten teilnahmen, durch einen 3:0-Sieg über Ligarivalen FFC Niederkirchen, nachdem zuvor im Halbfinale Schott Mainz (4:1 im Elfmeterschießen/2:2) ausgeschaltet wurde.  Zuvor siegte der ETSV gegen Eintracht Frankfurt und FC Marnheim, spielte 0:0 gegen Niederkirchen und verlor im letzten unwichtigen Gruppenspiel gegen Issel mit 0:1.

Härtetest am Wochenende

Nach diesem Turnier dezimierte Trainer Breunig seinen Kader auf vorläufig 28 Spielerinnen, der vor Saisonbeginn noch einmal auf 25 Spielerinnen verkleinert wird. Am kommenden Wochenende steht nun der nächste Härtetest an : Am Samstag stehen sich in Marktheidenfeld um 14 Uhr die zweiten Mannschaften des ETSV Würzburg und des 1. FC Nürnberg gegenüber, während ab 16 Uhr die „Erste“ gegen die TSG Hoffenheim antritt. Am kommenden Sonntag reist der ETSV nach Rüsselsheim, um gegen den dortigen Regionalligisten Opel Rüsselsheim zu testen.

Alle Neuzugänge des ETSV auf einen Blick:

Steffi  Zinner (TSG Hoffenheim, 2. Bundesliga)
Steffi Löhr (SG Bornheim, zuvor Bundesliga für Bad Neuenahr und Brauweiler)
Maria Ansmann (VfB bad Mergentheim, zuvor SG Hoffenheim)
Marina Spuzic (FV Löchgau, regionalliga und 2. Bundesliga)
Melin Niedermayer (Rückkehrerin, zuletzt Lee-Flames-University Cleveland)
Medina Desic (FC Eichel (Oberliga)
Melina Eckert (FC Eichel Oberliga)
Nicole Kreußer,  Jennifer Röding (beide eigene Juniorinnen).

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