Großeinsatz der Polizei in Rottendorf – Asylbewerber gestoppt
Anzeige
Würzburg erleben
20. August 2013

Symbolbild Würzburg
WÜRZBURG. Ein Protestmarsch von zumeist Asylsuchenden, die am Dienstagnachmittag nach Beendigung einer angezeigten, öffentlichen Versammlung der Piratenpartei von Würzburg aus in Richtung München aufgebrochen waren, ist von der Polizei am Ortseingang von Rottendorf vorübergehend angehalten worden. Grund dafür sind Personalienfeststellungen, die u.a. deshalb erforderlich sind, um herauszufinden, ob Verstöße gegen räumliche Beschränkungen durch die Teilnehmer des Protestmarsches vorliegen.
Eine Person aus Amberg, die sich diesen Maßnahmen widersetzt und Widerstand geleistet hat, wurde inzwischen festgenommen. Mittlerweile wurden fünf Personen festgestellt, die keine Erlaubnis zum Verlassen ihres räumlichen Gestattungsbereiches hatten. Sie wurden aufgefordert, in den ihnen zugewiesenen Bereich wieder zurückzukehren.
Protestverlauf: 35 Personen auf dem Weg nach München
Gegen 14:15 Uhr hatten sich nach der Kundgebung der Piratenpartei etwa 35 Personen zu Fuß von Würzburg aus auf den Weg nach München gemacht. Nachdem sie auf der Fahrbahn liefen, wurden sie von der Polizei angewiesen, den Radweg zu benutzen. Am Ortseingang der Gemeinde Rottendorf hielt die Polizei den Zug an, um die Personalien der Marschteilnehmer festzuhalten. Nachdem die Personen recht lautstark ihren Unmut über die geplanten Maßnahmen kundtaten und sich nicht kooperativ zeigten, wurden sie von der Polizei mehrfach mit Lautsprecherdurchsagen darauf hingewiesen, sich friedlich zu verhalten.
In neun Fällen gegen Residenzpflicht verstoßen
Die Polizei hat die Personalien von etwa 30 Personen festgestellt. In insgesamt neun Fällen hatten die Teilnehmer gegen die sogenannte Residenzpflicht verstoßen. Sie wurden zur Sachbearbeitung auf die Dienststelle verbracht. Anschließend wurde ein Platzverweis ausgesprochen, verbunden mit der Aufforderung, in den Gestattungsbereich zurückzukehren. Auf sie kommt zusätzlich noch ein Straf- bzw. Ordnungswidrigkeitenverfahren zu.
Widerstand gegen Polizeibeamte
Ein junger Mann aus Amberg leistete bei seiner Überprüfung Widerstand gegen die Beamten. Dies zog eine vorläufige Festnahme nach sich. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Während des Einsatzes kam es am Ortsausgang Rottendorf in Richtung Würzburg am Kreisel zu Verkehrsbehinderungen. Mittlerweile läuft der Verkehr wieder ohne Einschränkungen.

