Tiere als Architekten

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Würzburg erleben

20. September 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Die Baukunst der Menschen ist in der Regel gut dokumentiert. Dagegen führen die architektonischen Leistungen der Tiere meist ein Schattendasein. Das soll sich durch ein neues Buch ändern, an dem Zoologie-Professor Jürgen Tautz von der Uni Würzburg mitgewirkt hat.

Beeindruckende Bauwerke

Als Architekten können Tiere wahre Wunder vollbringen. Der Hüttengärtner-Vogel zum Beispiel baut wahre Balz-Arenen: Um die

Weibchen zu beeindrucken, häuft er Gegenstände aller Art nach Farben an und dekoriert damit seine Laube.
Die Bauten der Waldameisen sind im Verhältnis zur Körpergröße dieser Tiere so mächtig wie Wolkenkratzer. Zudem legen die geschickten Baumeister ihre Hügel so an, dass kein Tropfen Regenwasser in die Räume und Gänge eindringen kann. Schließlich denke man an die Korallenriffe, die größten von Lebewesen geschaffenen Bauwerke überhaupt.

„Architektier – Baumeister der Natur“

Um die Baukunst der Tiere auf Bildern zu dokumentieren, legt Naturfotograf Ingo Arndt jetzt ein neues Buch vor: „Architektier – Baumeister der Natur“.  Zwei Jahre lang ist er dafür rund um die Welt gereist und hat unterschiedlichste architektonische Leistungen der Tierwelt abgelichtet. Neben den Behausungen zeigen die Fotografien auch die jeweiligen Erbauer, die „Architektiere“.
Ergänzt werden die Motive aus der freien Wildbahn durch ausgewählte Studioaufnahmen: Hier zeigt Arndt in der Reduktion das Wesentliche und eröffnet mit Detailansichten eine sonst verborgene Welt. Dazu liefert der Verhaltensforscher Jürgen Tautz vom Biozentrum der Universität Würzburg spannende Geschichten über die verschiedenen Tiere und ihre Bauwerke.

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