44. Grenzgang der Stadt Würzburg: Alte Tradition in neuem Gewand

Anzeige

Würzburg erleben

30. September 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Der 44.Grenzgang der Stadt Würzburg findet am Samstag, den 5. Oktober statt. Die Fachabteilung Geodaten und Vermessung aus dem Baureferat der Stadt Würzburg
haben unter der Leitung von Ltd. Baudirektor Jörg Roth wieder ein interessantes Programm zusammengestellt. Diesmal geht es entlang der Stadtgrenze in der Gemarkung Lengfeld zu den Gemeinden Rottendorf und Estenfeld.

Langjährige Tradition der Stadt Würzburg

Grenzgänge haben in der Stadt Würzburg eine sehr lange Tradition. Erstmals wurde eine solche Grenzbegehung schon am 14. Oktober 779 in einer Würzburger Markbeschreibung urkundlich erwähnt. Die Flurgänge wurden über Jahrhunderte hinweg alljährlich durchgeführt. Die Siebener, wie die Feldgeschworenen im Volksmund auch genannt werden, überprüften dabei die Grenzen. Sie legten die vorhandenen Grenzsteine offen und sicherten und festigten sie bei Bedarf. Im Jahre 1969 wurde der alte Brauch des Grenzganges in der heutigen Form neu belebt. Die ganze Würzburger Bevölkerung ist seitdem zum Grenzgang eingeladen. Teilweise konnten bis zu 500 Grenzgänger begrüßt werden. Unvergessen ist bei vielen „alten Hasen“ der Grenzgang, bei dem die Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ mit vielen Attraktionen beteiligt war. So die Stadt Würzburg in einer Pressemitteilung.

Die Stadt in sieben Jahren einmal umrundet

Die Aufgaben der Feldgeschworenen haben sich gewandelt. Grenzpunkte werden heute durch moderne Technik, durch GPS, Koordinaten und elektrooptische Entfernungsmessgeräte millimetergenau festgelegt. Pflege und Sicherung der Grenzen sind aber trotzdem auch in der heutigen Zeit noch immer wichtig.
Die Feldgeschworenen sind zu gern gesehenen Helfern für die Vermessungsbehörden geworden. Bei der Bevölkerung genießen sie großes Ansehen und ihr Ehrenamt steht unter dem Leitspruch: Tue recht, fürchte Gott und scheue niemand!

Der Grenzgang ist ein fester Bestandteil im kulturellen Jahresablauf der Stadt. In diesem Jahr verläuft die Grenzgangstrecke entlang der nordöstlichen Stadtgrenze bei Rottendorf und Estenfeld. Beim Grenzgang wird gleich zu Beginn auch wieder die alte Tradition des Steinsetzens und des Stauchens gezeigt.
In sieben Jahren wird die Stadt bei den Grenzgängen einmal umrundet. Die Gesamtlänge der Stadtgrenze beträgt 68,4 km. Der jüngeren Generation werden der Sinn und die Bedeutung von Grenzen und Besitz durch ein Grenzgangquiz, einen Geometerwettbewerb und ein interaktives Geo-Suchspiel vermittelt. Teilt die Stadt Würzburg mit.

Informationen zum Grenzgang am 5. Oktober 2013

Treffpunkt: 9.00 Uhr Residenzplatz
Start zum Grenzgang: 9.30 Uhr Wöllrieder Hof Steinsatz
Ende des Grenzganges: ca. 12.45 Uhr Kürnachtalhalle in Lengfeld
Abschluss: 13.00 Uhr Mittagessen in der Kürnachtalhalle mit Eintopf aus dem Stadt-Kasino
Musikalische Umrahmung: Jugendblasorchester aus Lengfeld

Banner2
Topmobile2