Pannen-Bahnhof: Streit zwischen Bahn und Stadt

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Würzburg erleben

1. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Die Deutsche Bahn hat am Freitag den barrierefreien Ausbau des Würzburger Hauptbahnhofs zur Landesgartenschau  2018 als nicht möglich bezeichnet (wir berichteten). Als Gründe hierfür wurden unter anderem neue Auflagen und Einwände der Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH (TWV) genannt. Der Gesamtkonzern WVV, dem die Trinkwasserversorgung obliegt, nimmt hierzu Stellung:

 

Verzögerungen sind nicht nachvollziehbar 

Für die TWV war die Aussage der Deutschen Bahn überraschend. Als Ergebnis eines Runden Tischs im Januar 2013 gab es ein klar abgestimmtes Vorgehen. Die Deutsche Bahn hat jedoch bis August 2013 keine von den darin zugesagten Schritten eingeleitet. Während eines weiteren Runden Tisches im Juni 2013 hat die TWV explizit auf die offenen Punkte hingewiesen und man verständigte sich darauf, das im Januar Besprochene umzusetzen. Die Verzögerungen der seit 2012 geplanten Sondierungsbohrungen, die die Grundlage weiterer Risikobewertungen und daraus abgeleiteter Maßnahmen zum Trinkwasserschutz bilden, sind nicht nur für die TWV sondern ebenso für das Wasserwirtschaftssamt Würzburg-Aschaffenburg und die Stadt Würzburg nicht nachvollziehbar. Weiterhin ist eine Anfrage durch das für Baurecht zuständige Eisenbahnbundesamt bis heute nicht erfolgt.

Haftungsfragen wegen Quellen wichtig

Richtig ist, dass vor Baubeginn sogenannte Sondierungsbohrungen durchgeführt werden müssen. Seitens der TWV gab es bei der ersten Mitteilung der Deutschen Bahn zur Terminierung der Bohrungen keine neuen Forderungen. Es wurde lediglich auf die Einhaltung von Verpflichtungen zu den Bohrungen aufmerksam gemacht, welche noch zur schriftlichen Bestätigung ausstehen und im Vorfeld angesprochen wurden. Diese Vereinbarungen sind für die TWV wichtig, um bei  einer Beeinträchtigungen der Schüttung oder Qualität der Bahnhofsquelle die Haftungsfragen und Ersatzmaßnahmen im Vorfeld geklärt zu haben.  Gemeinsames Ziel sollte die Sicherstellung der  Versorgung Würzburgs mit Trinkwasser sein.

TWV begrüßt Runden Tisch

Die TWV sieht keine Begründung in den Schuldzuweisungen der Deutschen Bahn und ist weiterhin zu Gesprächen bereit. Der Vorschlag eines weiteren Runden Tisches durch die Landtagspräsidentin Barbara Stamm ist daher zu begrüßen.

 

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