3.000 Menschen bei Nacht der offenen Kirchen
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Würzburg erleben
4. Oktober 2013

Symbolbild Würzburg
18 Kirchen und Kapellen haben am Abend des 2. Oktober ihre Pforten zur Nacht der offenen Kirchen geöffnet. Schon zum siebten Mal fand die ökumenische Aktion in der Würzburger Innenstadt statt. Ein facettenreiches Programm von Lesungen über Konzerte, Gottesdiensten oder auch Kabarett lockte rund 3000 Besucher in die Stadt.
Passion Jesu im Kiliansdom
Im Kiliansdom präsentierten rund 130 Schüler des Wirsberg-Gymnasiums Szenen aus dem Leben Jesu. Drei Mal spielten die Jungs und Mädchen das Musical „Jesus – Eine Passion“ an diesem Abend. Geschrieben hat das Stück Ethik- und Musiklehrer Harald Kraus. Um es auf die Bühne zu bringen, holte er sich seinen Kollegen Siegfried Hutzel (Latein und Religion) an die Seite. „Als es hieß: Wir spielen die Passion Christi, kam erst einmal ein Kopfschütteln von den Schülern“, erinnert sich Hutzel. Trotz erster Bedenken wagten sich die jungen Schauspieler dann aber doch an den neutestamentlichen Stoff.
Anekdoten in der Marienkapelle
In der Marienkapelle am Marktplatz drehte sich zur gleichen Zeit alles um die Gottesmutter und die Heiligen. In kurzen Gedichten in fränkischer Mundart brachte der evangelische Regionalbischof Christian Schmidt den Besuchern Heiligengeschichten näher. Mit einem Augenzwinkern erzählte er beispielsweise amüsante Anekdoten aus dem Leben von Don Bosco und Theresa von Avila. Der Regionalbischof folgte einer Einladung von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und unterstrich so den ökumenischen Gedanken der Nacht der offenen Kirchen. Zwischen Schmidts Texten spielte Rosemarie Seitz auf ihrer Harfe moderne und klassische Werke. Die Lesung in der Marienkapelle war einer der letzten Auftritte des Regionalbischofs vor seinem Ruhestand.
Stände in der Innenstadt
Während in den Kirchen gelesen, gesungen und gebetet wurde, tummelten sich auch viele Besucher in der Fußgängerzone zwischen den Gotteshäusern. Direkt gegenüber dem Neumünster bot der Pavillon des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Information und Rat. Stefan Kern ist zufrieden: „Wir hatten viele gute Gespräche mit ganz unterschiedlichen Leuten.“ Junge Passanten fragten nach Luftballons, Ältere wollten wissen, in welcher Kirche das nächste Konzert ist. Aber auch Menschen, die nicht wegen der Nacht der offenen Kirchen sondern einfach zufällig durch die Innenstadt spazierten, hielten an dem Stand des Dekanats an. „Wir haben den Vorteil, dass wir in keinem Gotteshaus stehen, sondern hier mitten in der Stadt, wo wir viel mehr Menschen erreichen“, sagt Kern.


