Knöllchen-Metropole Würzburg
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Würzburg erleben
5. Oktober 2013

Symbolbild Würzburg
Für über 1,9 Millionen Euro verteilte die Stadt Würzburg im Jahr 2012 Strafzettel. Sie stehen den Ausgaben von 2,2 Millionen Euro für Personal- und Verwaltungskosten gegenüber.
Hauptaugenmerk auf Schulwegen und Radverkehr
Im ruhenden Verkehr wurden im vergangenen Jahr knapp 44.000 Verwarnungen über 5,00 € und rund 56.000 Verwarnungen über 15,00 € in Würzburg ausgestellt.
„Der alleinige Blick auf die Einnahme- bzw. Ausgabesituation wird dem vielfältigen Aufgabenspektrum der kommunalen Verkehrsüberwachung in Würzburg aber nicht gerecht“, so die Stadt Würzburg. Mehr und mehr würde es gelten, neben dem täglichen Routinedienst auch weitere Facetten der öffentlichen Sicherheit und Ordnung abzudecken. Ein besonderes Hauptaugenmerk sei auf die Überwachung der Schulwegsicherung bzw. des Radverkehrs gerichtet, was insgesamt zu positiver Resonanz in der Öffentlichkeit geführt haben soll.
Keine „Gewinnbeteiligung“ für Knöllchen-Verteiler
„Neben dem unzutreffenden Vorurteil, die Stadt würde ihren Haushalt durch Knöllchen sanieren, hält sich auch seit Jahren der Mythos, die fleißigsten Knöllchen-Verteiler könnten eine Extraprämie kassieren. Dies ist natürlich nicht der Fall. Es gibt in Würzburg keine derartige „Erfolgsbeteiligung“. Und „erfolgreich“ Knöllchen verteilen kann die Verkehrsüberwachung natürlich auch nur dann, wenn zuvor beispielsweise falsch geparkt wurde“, berichtet Georg Wagenbrenner, der Pressesprecher der Stadt auf unsere Anfrage. So würde jeder Verkehrsteilnehmer selbst bestimmen, welcher „Knöllchen-Gefahr“ er sich aussetzt.

