Filmvorführung: "Wir haben es doch erlebt" am 16.10.

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Würzburg erleben

8. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Filmvorführung: „Wir haben es doch erlebt“ – Das Ghetto von Riga. Die Stadt Würzburg, die Israelitische Gemeinde, Shalom Europa, das Johanna-Stahl-Ghetto RigaZentrum, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken e.V. laden zur Filmvorführung mit anschließender Diskussion mit Regisseur Jürgen Hobrecht.

Mittwoch, 16. Oktober, 19.30 Uhr

Shalom Europa, David-Schuster-Saal, Valentin-Becker-Str.11, 97072 Würzburg.

Eintritt von 5 Euro pro Person wird für eine Hilfsorganisation für baltische Holocaust-Überlebende und die Weiterarbeit der Phoenix Medienakademie am Thema „Riga“ verwendet.

Der Dokumentarfilm „Wir haben es doch erlebt – Das Ghetto von Riga“ erzählt von der Verschleppung von ca. 25.000 Juden aus dem Deutschen Reich nach Riga während des Zweiten Weltkriegs. Zwischen November 1941 und Oktober 1942 fuhren 25 Züge aus 14 Städten – darunter Bielefeld, Dortmund, Gelsenkirchen, Münster und Würzburg – nach Riga. 20.000 Menschen werden in das „Reichsjudenghetto“ gesperrt. Tausende werden direkt nach der Ankunft in Riga erschossen. Wer das Ghetto lebend erreicht, erlitt ein Martyrium, an dessen Ende auf die meisten Menschen ebenfalls der Tod wartete. Bevor deutsche, österreichische und tschechische Juden in das Ghetto kommen, wird das lettische Ghetto liquidiert. Beinahe 27.000 lettische Juden werden in einer zweitägigen „Aktion“, am 30.11.41 und am 8.12.41 erschossen, um Platz für die Juden aus dem Reich zu schaffen. In dem Film sprechen Zeitzeugen weltweit erstmals über die Massaker, sie erzählen vom Leben im Ghetto und vom Überleben mit dem Trauma.

Würzburg einer von 35 ausgewählten Veranstaltungsorten 

Der Filmemacher Jürgen Hobrecht hat über viele Jahre hinweg die Spuren der mit dem Namen „Riga“ verbundenen Verbrechen und die mit ihnen verbundenen Schicksale recherchiert. Seine erschütternde Dokumentation begibt sich an die Orte des Geschehens in Lettland, zeigt aber auch, wie akribisch die Deportationen in Deutschland vorbereitet wurden. Zudem thematisiert der Film die Verfolgung der lettischen Holocaust-Überlebenden unter der Sowjetherrschaft. Der Film wird vom 10. Oktober bis 10. Dezember 2013 bundesweit gezeigt. Bundesminister a.D. Wolfgang Tiefensee, Vorsitzender von „Gegen Vergessen für Demokratie e.V.“ hat die Schirmherrschaft übernommen. Würzburg ist einer von 35 ausgewählten Veranstaltungsorten.

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