Nach Überfall auf Frau und Jungen: ausgebrannter Pkw in Waldstück entdeckt
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8. Oktober 2013

Symbolbild Würzburg
Nach dem Überfall auf eine Pilzsammlerin und deren Sohn sowie dem Raub ihres Autos sowie eines Mofas am Sonntag, hat ein Kutschenfahrer den ausgebrannten Opel Corsa der Frau am Montagabend in einem Waldstück nahe dem oberfränkischen Burgebrach entdeckt. Von dem flüchtigen Tatverdächtigen fehlt immer noch jede Spur. Nach ihm wird weiter gefahndet.
Mofafahrer und Pilzsammlerin überfallen
Wie bereits berichtet, hatte ein Mann aus dem Landkreis Schweinfurt am Sonntag zunächst im Donnersdorfer Ortsteil Falkenstein einen Mofafahrer in den Weinbergen angehalten, den 70-jährigen dann mitsamt seinem Zweirad umgestoßen und war anschließend mit dem Mofa geflüchtet.
Am Sonntagabend hatte offenbar derselbe Tatverdächtige dann bei Haßfurt in einem Waldstück eine Pilzsammlerin, die dort mit ihrem minderjährigen Sohn unterwegs war, überfallen. Der Mann hatte die Frau gegen 16.15 Uhr geschlagen und getreten und auch das Kind angegriffen. Dann flüchtete er mit dem blauen Opel Corsa der Beiden.
Eine großangelegte Fahndung der Polizei, an der am Sonntag und Montag neben zahlreichen Streifenbeamten auch ein Hubschrauber beteiligt war, ist erfolglos geblieben. Nach dem sich im Laufe des Montags die Hinweise verdichtet hatten, dass sich der Gesuchte möglicherweise im oberfränkischen Landkreis Bamberg aufhalten könnte, hat die dortige Polizei ebenfalls größere Suchmaßnahmen gestartet. Dabei waren mehrere Streifenbesatzungen verschiedener Bamberger Polizeidienststellen eingesetzt.
Ausgebrannter Kleinwagen entdeckt
Am Montagabend hat sich dann ein Pferdekutschenfahrer bei der Polizei gemeldet, der in einem Waldstück in der Nähe des Burgebracher Ortsteils Oberharnsbach einen ausgebrannten Kleinwagen entdeckt hat. Bei der genaueren Untersuchung des Fahrzeugwracks durch die Kripo Bamberg stellte sich dann heraus, dass es sich dabei um den gestohlenen Opel Corsa der 44-jährigen Pilzsammlerin handelt. Aufgrund der gesamten Umstände muss davon ausgegangen werden, dass der Pkw vorsätzlich angezündet wurde. Die Kriminalpolizei Schweinfurt führt hierzu die weiteren Ermittlungen. Eine nochmalige Absuche des Umfeldes durch oberfränkische Streifenbesatzungen verlief ebenfalls negativ.
Tatverdächtiger noch auf der Flucht
Der Tatverdächtige könnte immer noch mit dem roten Mofa der Marke Hercules, mit dem grünen Versicherungskennzeichen 184 OUG, unterwegs sein.
Die Kriminalpolizei sucht nach wie vor Zeugen, denen das Mofa oder der blaue Opel Corsa, amtl. Kennzeichen HAS-BA 262 aufgefallen sind oder die Angaben zu dem Verbleib des Mofas machen können.
Auch wer Angaben zum derzeitigen Aufenthaltsort des Tatverdächtigen machen kann oder eine verdächtige Person im Wald oder in der Flur beobachtet, wird gebeten sich sofort über Notruf 110 bei der Polizei zu melden.

