10 Jahre Museum am Dom – Festakt, Fachvorträge und Vernissage

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Würzburg erleben

9. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Das Würzburger Museum am Dom ist zehn Jahre alt. „Es ist erfreulich, wie groß die Akzeptanz inzwischen ist. Das Museum findet große Beachtung, auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus“, sagt Kunstreferent Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Initiator und Leiter des Museums am Dom. Das Haus zeige die Freiheit, welche die Kirche verkündet, und erfülle einen wichtigen pastoralen Auftrag: „Es spricht viele Menschen an, insbesondere auch solche, die der Kirche fern stehen.“

 

Festakt in Neumünster 

Begangen wird das Jubiläum des Museums am Dom mit einem Festakt in der Neubaukirche am Donnerstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr. Christian Stückl, Intendant des Münchener Volkstheaters und Spielleiter der Passionsspiele Oberammergau, hält den Festvortrag. Am Freitag, 11. Oktober, referiert um 13.30 Uhr im Museum am Dom Dr. Eduard Beaucamp (Frankfurt) zum Thema „Feindliche Brüder? Deutsch-deutsche Kunst 24 Jahre nach dem Mauerfall“, um 15 Uhr spricht Professor Dr. Dr. Hans-Joachim Sander (Salzburg) über „Skandalon und Unsagbares. Die gesellschaftliche Bedeutung des Museums“. Um 19.30 Uhr ist die Vernissage zur Ausstellung „Schnittpunkt. Kreuzigungen im 20. Jahrhundert“.

„Wer bin ich? Woraus lebe ich? Worauf zu lebe ich?“

Das 2003 eröffnete Museum am Dom überschreitet mit seiner Konzeption Grenzen: Kunstwerke unterschiedlicher Stile und Epochen treffen dort aufeinander. Figürliche Arbeiten stehen neben abstrakten Werken, Kunst aus Westdeutschland neben solcher aus Ostdeutschland. Kurz: Das Museum hat zu seinem ureigenen Erscheinungsbild gefunden und wird darin derart wahr- und angenommen, dass die Schwierigkeiten seiner Positionierung und seiner Architektur im Vorfeld seiner Eröffnung längst vergessen sind. Das betonte Lenssen im Vorfeld der Feier des zehnten Jubiläums.

Der Name „Museum am Dom“ ist laut Lenssen bewusst gewählt, „um nicht die potentiellen Besucher fernzuhalten, die kirchlich nicht sozialisiert sind beziehungsweise von einem kirchlichen Museum allein Kreuze, Madonnen, Heiligenfiguren, liturgische Geräte und Gewänder in deren Präsentation erwarten.“ Grundgedanke des Museums ist es nach Lenssens Worten, dass der Mensch sich mit den Grundfragen auseinandersetzt: „Wer bin ich? Woraus lebe ich? Worauf zu lebe ich?“

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