Europatage an der Uni Würzburg

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Würzburg erleben

9. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ganz im Zeichen von Europa steht die Universität Würzburg diese Woche. Organisiert vom Alumni-Verein, bieten die Europatage ein buntes Programm aus Vorträgen, Workshops und Diskussionen. Zentrales Element ist ein deutsch-französischer Wissenschaftsgipfel mit einem Nobelpreisträger als Festredner.

Nobelpreisträger der Uni Würzburg zu Besuch

Klaus von Klitzing war zwischen 1969 und 1980 Student, Doktorand und Habilitand an der Universität Würzburg. 1985 erhielt er für seine Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts den Nobelpreis für Physik. Jetzt kehrt von Klitzing an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Gleich drei Anlässe bilden den Rahmen für seinen Festvortrag am kommenden Freitag: die Europatage, das fünfjährige Alumni-Geburtstagsfest und der Abschluss des Wissenschaftsgipfels.

Von Klitzings Thema lautet „Au Revoir, Kilogram. The Change of the Metric System as biggest Revolution since the French Revolution”. In seinem Vortrag, der auch für Laien verständlich sein soll, beschäftigt sich von Klitzing mit der Abschaffung des Ur-Kilogramms. Hintergrund: Ein Zylinder in Paris, der zu 90 Prozent aus Platin und zehn Prozent aus Iridium besteht, dient der Physik seit dem 19. Jahrhundert als Referenz für die Maßeinheit Kilogramm. Wissenschaftler vermuten allerdings, dass der Zylinder im Laufe der Jahre leichter geworden ist. Sie suchen deshalb jetzt nach einem besseren Kilogramm-Standard, so die Uni Würzburg in einer Pressemitteilung.

Die Europatage

Fünf Tage lang, vom 9. bis zum 13. Oktober, steht Europa im Mittelpunkt eines bunten Programms, das der Alumni-Verein der Universität Würzburg organisiert hat. Die Teilnehmer beschäftigen sich unter anderem mit der Geschichte der Europäischen Union und ihrer Zukunft, mit einer europäischen Identität sowie mit Diversity-Fragen.

Deutsch-französischer Wissenschaftsgipfel

Gemeinsame Forschungsprojekte, aktuelle Forschungsergebnisse und Möglichkeiten einer Kooperation: Um sie dreht sich der deutsch-französische Wissenschaftsgipfel, der am Freitag, 11. Oktober, im Rahmen der Europatage stattfindet. Anlass dafür ist ein Jubiläum: Vor 50 Jahren bildete die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags den Startschuss auch für die wissenschaftliche Zusammenarbeit über den Rhein hinweg, wie der Attaché für Wissenschafts- und Hochschulkooperation der französischen Botschaft erläutern wird.

In einer Reihe von Vorträgen stellen die Beteiligten unter anderem Synergieeffekte in der deutsch-französischen Polarforschung vor, sie berichten über neueste Ergebnisse aus der Epigenetik-Forschung und der Bildgebung im Nanobereich und erläutern die Herausforderung eines europäischen Eliteprogramms am Beispiel des SpaceMaster-Studiums.

Organisiert haben den Wissenschaftsgipfel der Alumni-Verein und Marie-Christine Dabauvalle, Professorin in der Abteilung für Elektronenmikroskopie am Theodor-Boveri-Institut für Biowissenschaften und Frauenbeauftragte der Universität.

Party: Fünf Jahre Alumni-Verein

Im Rahmen der Europatage feiert der Alumni-Verein der Universität Würzburg sein fünfjähriges Bestehen. Aus diesem Grund wird die Neubaukirche im Anschluss an den Festvortrag von Klaus von Klitzing zur Netzwerk- und Party-Zone. Im alten Gewölbekeller sorgt DJ Bobbyknows (Booti Berlin) unter dem Motto „friends forever“ für die passende Atmosphäre. Wer mehr Lust auf Gespräch und Austausch hat, ist dazu in die Lounge eingeladen. Organisiert wird die Party in Kooperation mit dem International Office, teilt die Uni Würzburg mit.

Teilnahme ist beinahe überall möglich

Sämtliche Veranstaltungen im Rahmen der Europatage wie auch des Wissenschaftsgipfels sind öffentlich. Gleiches gilt für die Feier zum fünfjährigen Bestehen des Alumni-Vereins und den Festakt in der Neubaukirche. Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen. Im ausführlichen Programm ist vermerkt, zu welchen Veranstaltungen eine vorherige Anmeldung nötig ist und welche Angebote sich explizit an Alumni der Universität Würzburg richten.

Der Wissenschaftsgipfel findet am Freitag, 11. Oktober 2013, von 9:00 bis 15:40 im Biozentrum statt.

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