Telefonbetrüger: Vorsicht vor falschen Microsoft-Mitarbeitern

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Würzburg erleben

9. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Seit einigen Monaten erreichen die unterfränkische Polizei immer wieder Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern telefonisch kontaktiert wurden. In allen Fällen hatten es die dreisten Betrüger jedoch nur auf das Geld der gutgläubigen Nutzer abgesehen und drängten insbesondere auf die Preisgabe von Kreditkartennummern und der Eingabe der persönlichen PIN.

Angebliche Fehlermeldungen von Microsoft

Polizei BusIn Schweinfurt klingelte Ende September bis Anfang Oktober bei mindestens drei Computernutzern das Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich jeweils eine angebliche Mitarbeiterin des Microsoft Technical Services. Diese schilderte, dass es zu mehreren Fehlermeldungen auf dem Rechner gekommen sei und diese per Fernwartung online repariert werden können. Dies koste allerdings eine geringe Gebühr und dafür sei die Eingabe der Kreditkartennummer mit entsprechender PIN auf einer von dem Betrüger genannten Internetseite erforderlich. Zumindest zwei der Angerufenen wurden auf diese Weise um gut 600 Euro bzw. 1200 Euro betrogen. Wie sich in der Folge herausstellte, kam es zu den Überweisungen dann per Western Union bzw. Paypal.

Auch aus Aschaffenburg wurden der Kripo entsprechende Fälle gemeldet. In einem Fall Anfang Juli blieb es beim Versuch. In einem zweiten Fall Ende September wurde ein gutgläubiger Computerbesitzer, der ebenfalls seine Kreditkartennummer eingegeben hatte, via Western Union um knapp 300 Euro betrogen.

Ratschläge der Polizei

Um den Betrügern das Handwerk zu legen und jeglichen Betrugsversuch bereits im Keim zu ersticken, rät die Polizei:

– Geben Sie niemals an Unbekannte ihre Kreditkartennummer oder sonstige Finanzinformationen heraus!

– Lassen Sie keinen fremden auf ihren Computer zugreifen! Im vorliegenden Fall war die Kontrolle über den Rechner mittels eines Fernwartungsprogramms übernommen worden. Dies hatten die Betrogenen zuvor zugelassen.

– Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Ihnen kostenpflichtige Dienste am Telefon angeboten werden. Im Zweifel legen Sie auf!

– Verwenden Sie aktuelle Virenschutzsoftware, eine aktuelle Firewall und tätigen Sie regelmäßig Sicherheitsupdates.

– Notieren Sie sich die Informationen des Anrufers und wenden Sie sich an ihre örtliche Polizeidienststelle.

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