Baskets weiter sieglos

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Würzburg erleben

10. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Auch nach dem dritten Spieltag der neuen Saison müssen die s.Oliver Baskets weiter auf ihren ersten Sieg warten. Im bis zur letzten Sekunde spannenden Heimspiel gegen ratiopharm ulm stimmte fast alles, nur das Endergebnis nicht: In der mit 3.140 Zuschauern ausverkauften s.Oliver Arena sicherte sich ratiopharm ulm nach einem echten Basketball-Krimi den Sieg mit 81:80.

Von der ersten Sekunde an war die energiegeladene Atmosphäre auf den Rängen und auf dem Parkett zu spüren. Schon den ersten Angriff beendeten die Gastgeber durch einen erfolgreichen Distanztreffer von Flügelspieler Lamont Mack nach Maß.

Doch Per Günther und Co. zeigten sich zunächst von der Lautstärke der Würzburger „Turnhölle“ unbeeindruckt und übernahmen mit einem 10:2-Lauf nach knapp fünf Spielminuten erstmals die Führung (10:14). Erst zum Ende des ersten Abschnitts glich Topscorer Tweety Carter mit seinem ersten Dreier des Abends auf 19:19 aus. Schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich die noch bevorstehende nervenaufreibende Partie zweier Teams auf Augenhöhe ab.

Zwar konnten sich die Gäste nach zwei Freiwürfen ihres Spielmachers Per Günter gut zwei Minuten vor der Halbzeit auf fünf Punkte absetzen (34:39), doch die Schlussminute gehörte nochmals den Hausherren. Jeweils ein Dreier der beiden Würzburger Scharfschützen Ricky Harris und Tweety Carter (mit der Schlusssirene des 2. Viertels) besiegelten die knappe Halbzeitführung der s.Oliver Baskets (40:39).

Ulm nach der Pause wacher

Nach der Pause kam das Team von Trainer Thorsten Leibnath in den ersten Minuten schneller wieder in die Partie. Nach legten Cameron Long hper Dreier, Will Clyburnmit vier Punkten und nochmals Long mit einem „And one“ einen 10:0-Lauf hin, der den Ulmern ein ordentliches Polster brachte (40:49).

Erst eine Auszeit von Baskets-Coach Marcel Schröder und die zwei folgenden durch Kapitän Chris McNaughton und John Little erfolgreich abgeschlossenen Angriffe brachten die Unterfranken drei Minuten nach dem Seitenwechsel wieder zurück in die Partie.

Die Gäste fanden nun allerdings immer wieder die offene Wurfposition in der rechten Ecke jenseits der Drei-Punkte-Linie und nutzten ihre Freiheiten. „Unsere Rotation in der Verteidigung war zu langsam. Wenn man die Ulmer Schützen zu frei stehen lässt, wird man dafür bestraft“, sagte nach dem spiel einer, der es wissen muss: Sebastian Betz spielte bis zum Sommer sechs Jahre bei den Schwaben.

Betz stark gegen ehemalige Kollegen

Erneut rief Marcel Schröder sein Team zur Auszeit zusammen und stellte für die letzten drei Minuten des 3. Viertels auf eine Fullcourt-Press-Verteidigung um. Während Ulm mit diesem intensiven Verteidigungsdruck nicht zurecht kam und bis zum Schlussabschtnitt auf die nächsten Punkte warten musste, rückten die Hausherren Punkt für Punkt an ihren Gegner heran.

Nach zwei von Jason Boone verwandelten Freiwürfen eroberte Sebastian Betz von seinen ehemaligen Kollegen den Ball, Ricky Harris verwandelte von der Dreierlinie. Maurice Stuckey, erneut Harris und Basti Betz vollendeten einen viertelübergreifenden Würzburger 13:0-Lauf zum 60:63 (31. Spielminute).

Aber immer, wenn die Unterfranken kurz vor einem Führungswechsel standen ,wussten Günter und seine Teamkollegen den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Mit zwei Freiwürfen erhöhte Ulms Flügelspieler Matt Howard den Abstand drei Minuten vor Spielende gar wieder auf sechs Zähler.

Boones Dunkings lassen Rückstand schrumpfen

Wie schon einige Minute zuvor war für die s.Oliver Baskets aber einmal mehr auf Ricky Harris und Sebastian Betz Verlass: Von der 6,75-Meter-Linie aus brachten sie ihr Team zwei Minuten vor der Schlusssirene erneut in Schlagdistanz (78:81), bevor Wühlbüffel Jason Boone mit einem seiner unnachahmlichen Dunkings den Rückstand auf einen Punkt schrumpfen ließ.

Spätestens jetzt, für die letzten 100 Sekunden der Partie, war Höchstspannung garantiert. Bei 16 Sekunden auf der Uhr beim Spielstand von 80:81 schnappte sich Jimmy McKinney nach einem Ulmer Fehlwurf unter dem eigenen Korb den Abpraller.

Den folgenden Angriff spielten die Gastgeber bis kurz vor die Schlusssirene herunter, Ricky Harris nahm den entscheidenden letzten Wurf. Ausgerechnet beim potenziellen Gamewinner wurde „Lucky Luke“ vom Glück verlassen, der entscheidende Ball prallte vom Ring ab. Selbst zwei vergebene Freiwürfe von Philipp Schwethelm 0,8 Sekunden vor Schluss änderten nichts mehr an der dritten Würzburger Niederlage im dritten Spiel.

Die Zahlen zum Spiel

s.Oliver Baskets – ratiopharm ulm 80:81 (19:19, 21:20, 18:24, 22:18)

Würzburger Topscorer der Partie waren Tweety Carter (17), Ricky Harris (15) und Chris McNaughton, auf Ulmer Seite trafen Adam Hess (14) und Cameron Long (13) am besten.

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Tweety Carter 17 Punkte/2 Dreier (8 Rebounds / 5 Assists), Ricky Harris 15/3, Chris McNaughton 14, Jason Boone 9 (7 Rebounds), Sebastian Betz 8/12, Jimmy McKinney 6/1, Maurice Stuckey 4, John Little 4, Lamont Mack 3/1, Ruben Spoden.

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