Enkeltrickbetrüger abgeblitzt: Sohn handelt vorbildlich

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10. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Dem aufmerksamen Sohn einer 82-Jährigen ist es wohl zu verdanken, dass ein Enkeltrickbetrüger am Mittwochnachmittag mit seiner Masche keinen Erfolg hatte. Der Sohn bemerkte offenbar das etwas seltsame Gespräch seiner Mutter am Telefon und übernahm zum Nachteil für den Straftäter.

Angeblicher Enkel benötigt Geld für Autokauf

Zwischen 14.00 Uhr und 14.20 Uhr läutete insgesamt dreimal das Telefon der Seniorin. Beim ersten Anruf gelang es dem offenbar nicht ungeschickt agierenden Täter den Vornamen des tatsächlichen Enkels der Dame zu erfragen. Als nächsten Schritt der Tathandlung war die finanzielle Forderung an der Reihe. Der Unbekannte verlangte 15.000 Euro von seiner „Oma“ für einen Autokauf, um die Eltern zu überraschen. Ferner würde er sogar persönlich vorbeikommen um die ältere Dame zur Bank zu begleiten. Dazu kommt es dann aber in keinem der Fälle, vielmehr ruft der Enkel in der Regel nochmals an und sagt, dass er selbst verhindert sei und jetzt einen Bekannten vorbei schickt.

Sohn handelt vorbildlich

Während des zweiten Telefonats mit dem Unbekannten, in dem dann sicher weitere Details der Geldabholung hätten besprochen werden sollen, bemerkte dann der Sohn der Rentnerin, dass irgendetwas nicht stimmt. Er übernahm das Gespräch und fragte unter anderem den Anrufer nach seinem Geburtsdatum. Diese Frage war für den Betrüger nicht korrekt zu beantworten und er legte auf. Dennoch klingelte kurz darauf das Telefon erneut. Jetzt hob der aufmerksame Sohn gleich den Hörer ab und der Betrug war endgültig gescheitert.

Ratschläge der Polizei

Aus polizeilicher Sicht sind bei derartigen Telefonbetrügereien zwei Dinge von elementarer Bedeutung:

Im Bereich der Prävention ist es wichtig, dass – wie im vorliegenden Fall – die Angehörigen sich dieser Art des Betruges bewusst sind, sensibilisiert sind und somit aufmerksam werden, wenn ein in der Regel älteres Familienmitglied angegangen wird. Bei der Verhinderung der Taten spielen aber auch Bekannte oder Bankangestellte eine wesentliche Rolle.

Zum zweiten ist es, um die Täter dingfest zu machen, wichtig, dass die Angerufenen die angezeigte Telefonnummer notieren, auflegen und dann sofort die Polizei über Notruf 110 alarmieren. Nur bei einer schnellen Verständigung können evtl. vor Ort präsente Tatverdächtige festgenommen werden.

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