Hochsaison für Einbrecher: Polizei unterwegs mit Tipps zum Einbruchschutz

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Würzburg erleben

12. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Zu Beginn der Herbstzeit ist wie jedes Jahr wieder Hochsaison für Einbrecher. Weil die Zahlen der Wohnungseinbrüche in den vergangenen Monaten stark angestiegen sind, geht das Polizeipräsidium Unterfranken jetzt mit einer großen Präventionskampagne an die Öffentlichkeit und beteiligt sich damit an der Bekämpfungsstrategie des Bayerischen Innenministeriums gegen Wohnungseinbrüche.

Polizei in betroffenen Wohnvierteln unterwegs

Dabei werden ab dem 21. Oktober mehr als 100 Polizeibeamte vier Tage lang in besonders betroffenen Wohnvierteln der unterfränkischen Städte unterwegs sein. Sie verteilen mehr als 20.000 Info-Flyer und Türanhänger und wollen Hausbesitzer für die Thematik „Wohnungseinbruch“ sensibilisieren. Parallel dazu gibt es Info-Stände in den Innenstädten und an Einkaufsmärkten, wo sich Betroffene bei Fachberatern der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle kostenlos über technischen Einbruchschutz informieren können. Außerdem werden Präventionshinweise in den Mitteilungsblättern aller unterfränkischen Gemeinden abgedruckt, um möglichst viele Bürger zu erreichen. Beendet wird die Schwerpunktwoche mit dem „Tag des Einbruchschutzes“ am Sonntag, den 27. Oktober mit zahlreichen Aktionen.

Die bundesweit ansteigenden Fallzahlen sind auch in Bayern feststellbar. In Unterfranken haben die Wohnungseinbrüche besonders in den Städten Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt sowie im Landkreis Aschaffenburg zugenommen. Die Anzahl der bis Ende September registrierten Wohnungseinbrüche ist 2013 fast schon so hoch wie im gesamten Jahr davor. Besonders häufig liegen die Tatorte an Autobahnen, was darauf hindeutet, dass es sich um überregional agierende Tätergruppierungen handelt, die schnelle Fluchtmöglichkeiten suchen.

Polizei klingelt an Türen und verteilt Türanhänger

Das Polizeipräsidium Unterfranken will diesem Negativtrend in den nächsten Wochen mit einer großangelegten Präventionskampagne begegnen. Ziel der Polizei ist es, mit potentiellen Opfern ins Gespräch zu kommen und das Thema stärker ins Bewusstsein zu rücken. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei werden Polizeibeamte ab dem 21. Oktober an insgesamt vier Tagen in Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg an zahlreichen Haus- und Wohnungstüren klingeln und mehr als 20.000 Info-Flyer und Türanhänger verteilen. Diese sind dazu gedacht, dass Bewohner sie sich als Gedächtnisstütze vor dem Verlassen des Hauses von innen an die Türe hängen, um sicher zu gehen, dass auch wirklich alles gut verschlossen ist. Zudem gibt es parallel Aktionsstände in den Innenstädten und an Einkaufsmärkten.

Tag der offenen Tür in Würzburg

Am 21. Oktober steht ein Infostand mit Fachberatern am Oberen Markt und am 22.10.13 stehen die Beamten am Vierröhrenbrunnen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle steht am 27. Oktober 2013 am Tag der offenen Tür in der Weißenburstraße in Würzburg vor Ort für Fragen rund um das Thema „Einbruchschutz“ zur Verfügung.

Die unterfränkische Polizei will durch konkrete und praktische Verhaltenstipps möglichst viele Einbrüche von vornherein verhindern.

Ratschläge der Polizei

So rät die Polizei beispielsweise, Fenster und Türen nicht gekippt zu lassen, sondern bei jedem Verlassen des Hauses sorgfältig zu versperren. Außerdem wird der Einsatz von Zeitschaltuhren zur Beleuchtung der Wohnräume in den Abendstunden empfohlen. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass sich Täter beim Auskundschaften bevorzugt die Objekte aussuchen, bei denen scheinbar niemand zuhause ist. Urlaubszeiten oder längere Abwesenheit sollten keinesfalls auf dem Anrufbeantworter aufgesprochen werden. Auch überfüllte Briefkasten könnten Einbrecher förmlich als Einladung auffassen. Für diese Fälle empfiehlt es sich auch, Geld und Wertsachen in einem Schließfach bei der Bank aufzubewahren.

Das Wichtigste aber ist, dass Nachbarn oder Zeugen bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei über Notruf 110 verständigen. „Rufen Sie uns rund um die Uhr an – dafür sind wir als Polizei da! Wir kommen lieber zweimal umsonst, als einmal zu spät“, so die Polizei Unterfranken.

Für eine kostenlose und neutrale Beratung zu effektivem Einbruchschutz kann sich die unterfränkische Bevölkerung jederzeit an unsere Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg wenden.

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