Ein Steilpass für den Dirk-Nowitzki-Stiftungspreis

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Würzburg erleben

14. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Alljährlich kürt die Dirk-Nowitzki-Stiftung Projekte, die sich um die Integration sozial benachteiligter Kinder kümmern. In diesem Jahr haben Studierende der Bildungsforschung an der Uni Würzburg die Stiftung bei der Auswahl der Preisträger maßgeblich unterstützt.Er ist derzeit vermutlich der berühmteste Würzburger, selbst und gerade in den USA kennt jedes Basketball-verliebte Kind seinen Namen. Dirk Nowitzki, Leistungsträger der Dallas Mavericks und NBA-Titel-Gewinner 2011, ist vielen kleinen Sportlern ein großes Vorbild, so Gunnar Bartsch von der Uni Würzburg.

Der Stiftungspreis

Vorbild ist der Basketballer aber nicht nur im sportlichen, sondern auch im sozialen Bereich. Denn seine gleichnamige Stiftung mit Sitz in Würzburg unterstützt Projekte zur Integration sozial benachteiligter Kinder durch Sport und Bewegungsangebote. Besonders engagierte Projekte werden seit 2012 zusätzlich mit dem Dirk-Nowitzki-Stiftungspreis geehrt.
Namhafte Persönlichkeiten sitzen in der Jury, die über die Preisvergabe entscheidet: beispielsweise Nationaltorwart Manuel Neuer, der Präsident des Internationalen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach oder die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Unterstützung bekamen sie in diesem Jahr erstmals von Studierenden der Bildungsforschung an der Uni Würzburg, so Bartsch.

Begeisterung beim Stiftungsvorstand

„Wir sind ganz begeistert, dass wir als Stiftung hier mit der Universität kooperieren und einen tollen Austausch mit den Studenten haben“, freut sich Silke Nowitzki, die Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Schwester von Dirk. Die Studierenden hatten die Aufgabe übernommen, eine engere Auswahl möglicher Preisträger vor Ort zu besuchen und sich einen persönlichen Eindruck von den Projekten zu machen. Dies sei ein ganz wichtiger Aspekt bei der Ehrung von Projekten, erläutert Renate Schüßlbauer, die als Projektmanagerin die Preisvergabe bei der Stiftung betreut. „Die Methodenkenntnisse und die wissenschaftliche Perspektive der Studentinnen und Studenten auf die möglichen Preisträger hilft der Stiftung sehr, schöne und wertvolle Projekte für den Preis zu finden.“

Ein Seminar verzahnt Theorie mit Praxis

Im Rahmen eines Seminars von Professor Heinz Reinders, Inhaber des Lehrstuhls Bildungsforschung an der Universität Würzburg, entwickelten die Studierenden Bewertungskriterien für die Vor-Ort-Begehungen und leiteten hieraus Fragen ab, die sie im Dialog mit den Projektteilnehmern klärten. In Gesprächen mit Mitarbeitern und geförderten Kindern und Jugendlichen entstand so ein plastisches Bild von den besonderen Möglichkeiten der Projekte. Heinz Reinders ist von dem Einsatz seiner Seminarteilnehmer rundum begeistert: „Es ist faszinierend, dieses Engagement der Studierenden zu spüren und zu sehen, wie sie ihr akademisches Wissen mit den Praxisanforderungen verknüpfen“.

Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift

Als Ergebnis des Seminars haben die Studierenden nicht nur der Jury des Stiftungspreises ihre Exposées zu den Projekten überreicht. Ein weiteres Ergebnis wird zudem ein wissenschaftlicher Beitrag in einer Fachzeitschrift sein, in dem ein Evaluationsdesign für die Betrachtung sozialer Projekte skizziert wird. „Wir haben viel zu selten die Möglichkeit, Theorie und Praxis so eng miteinander zu verknüpfen“, sagt der Bildungsforscher, deshalb freue ihn die Zusammenarbeit mit der Stiftung ganz besonders.

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