„Blitz-Marathon“: Unterfränkische Polizei zieht positive Bilanz
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Würzburg erleben
18. Oktober 2013

Symbolbild Würzburg
Auch die unterfränkische Polizei zieht nach dem einwöchigen „Blitz-Marathon“ eine überaus positive Bilanz. Bei den fast 130.000 gemessenen Verkehrsteilnehmern lag die Beanstandungsquote mit zwei Prozent deutlich unter dem jahresüblichen Schnitt. Über 600 Stunden war die unterfränkische Polizei im Rahmen dieser Kontrollaktion mit ihren Messgeräten im Einsatz.
Deutlich langsamere Fahrweise
Die Kontrollmaßnahmen waren bayernweit über die Medien angekündigt worden. Auch hinsichtlich der einzelnen Kontrollstellen hatte die bayerische Polizei eine sehr offene Strategie gefahren und diese Messstellen für jedermann einsehbar u.a. im Internet bekannt gegeben.
Ziel der Aktion war es, bei den Verkehrsteilnehmern die Unfallursache Nummer eins überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit wieder einmal deutlich ins Bewusstsein zu rufen. Die Ankündigung der Geschwindigkeitskontrollen hatte vor allem am ersten Tag des so genannten „Blitz-Marathons“ dazu geführt, dass auch auf den unterfränkischen Straße deutlich langsamer gefahren wurde. Wie bereits gemeldet, waren aber trotzdem in Unterfranken vom vergangenen Donnerstag bis Freitagmorgen nahezu 300 Verkehrsteilnehmer zu schnell mit ihrem Fahrzeug unterwegs. Dies entsprach einer Beanstandungsquote von 0,86 %, die sehr deutlich unter der normalen Quote von 3 – 4 % lag.
Trotz Ankündigung zu schnell gefahren
Trotz der Ankündigung, dass auf den bayerischen Straßen diese Schwerpunktkontrollen eine Woche lang durchgeführt werden, haben nach dem eigentlichen Auftakt des „Blitz-Marathons“ die Verkehrsteilnehmer wieder etwas mehr Gas gegeben.
Nach den jetzt vorliegenden Zahlen wurden in der Zeit von vergangenen Donnerstagmorgen bis vergangene Nacht, 24.00 Uhr, 129.400 Fahrzeuge auf den unterfränkischen Straßen gemessen. Davon waren fast 2600 zu schnell unterwegs, was nunmehr einer Beanstandungsquote von 2,0 % entspricht. Wenngleich diese Quote immer noch deutlich unter dem jahresüblichen liegt, macht es doch deutlich, dass nach dem Auftakt in der vergangenen Woche in den folgenden Tagen wieder etwas schneller gefahren wurde.
Auf 430 Verkehrsteilnehmer, die trotz der Vorankündigungen zu viel Gas gegeben hatten, kommen Ordnungswidrigkeitenanzeigen zu. In den übrigen Fällen bleibt es bei einer Verwarnung.
Statt 60 km/h mit über 120 unterwegs
Der Spitzenreiter war im Bereich der Polizeiinspektion Bad Kissingen unterwegs. Er war in einem Bereich mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h mit 126 km/h vom Radarstrahl erfasst worden.
Bei den Schwerpunktkontrollen waren unterfränkische Polizeibeamte fast 632 Stunden im Einsatz. Dabei wurden auch sechs Strafanzeigen und 17 allgemeine Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet. Auch 46 Verwarnungen mussten ausgesprochen werden. Außerdem stellten die Beamten fest, dass 41 Verkehrsteilnehmer nicht angegurtet waren. In zwei Fällen waren Autofahrer unter Alkohol- und in einem Fall unter Drogeneinfluss unterwegs.
Unfallursache Nummer eins wieder bewusst gemacht
Auch die unterfränkische Polizei zieht nach der Schwerpunktkontrolle in Sachen Geschwindigkeit eine positive Bilanz. Die Tatsache, dass überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit auch in Unterfranken die Unfallursache Nummer eins bei schweren Unfällen ist, wurde den Verkehrsteilnehmern auf diese Art und Weise wieder bewusst gemacht. Die Erfahrungen zeigen, dass der überwiegende Teil derer, die auf den unterfränkischen Straßen unterwegs sind, diesen Kontrollmaßnahmen auch positiv gegenüber steht. Diese werden auch in Zukunft fortgeführt werden müssen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen, die die unterfränkische Polizei im Sinne der Verkehrssicherheit durchführen muss.
Hier die Pressemitteilung der Polizei als MP3:

