Geldautomatenaufbrüche und Serie von über 40 Einbrüchen geklärt
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Würzburg erleben
18. Oktober 2013

Symbolbild Würzburg
Nach intensiven Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Würzburg in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Würzburg einer sechsköpfigen Einbrecherbande aus Würzburg das Handwerk gelegt, die fast 50 Einbrüche und Geldautomatenaufbrüche begangen hat. Zwei Männer sitzen in Untersuchungshaft. Ausgangspunkt der erfolgreichen Ermittlungen war ein Diensthundeführer, der zwei der Verdächtigen kontrolliert hatte. Seine Feststellungen führten die Kripo auf die Spur der Bande, die bei ihren Raubzügen Beute im Wert von etwa 100.000 Euro machte. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf cirka 60.000 Euro belaufen.
Schlüssel führen zur richtigen Spur
Ende März hatte der Diensthundeführer zusammen mit einer Streife der Würzburger Polizei während einer Kontrolle festgestellt, dass ein junger Mann mehrere Schlüssel mit sich führte, die ihm nicht gehörten. Die Beamten schöpften Verdacht und übergaben den Fall an ihre Kollegen der Kripo. Diese fanden schließlich heraus, dass die Schlüssel aus zwei Diebstählen stammten, für den die jetzt ermittelte Bande verantwortlich war. Dennoch bedurfte es akribischer Polizeiarbeit, um weitere zahlreiche Einbrüche und Geldautomatenaufbrüche zu klären, für die diese Bande verantwortlich ist.
Garage mit Diebesgut und Drogen entdeckt
Ein wichtiger Ausgangspunkt für die weiteren Ermittlungen waren Fotos, die eine unbekannte Garage offenbar im Würzburger Stadtteil Heuchelhof zeigten. Nach Tagen intensiven Suchens machte der Sachbearbeiter der Kripo die entscheidende Entdeckung. Er fand die Garage, in der sich einiges an Diebesgut und einer der Tatverdächtigen befand. In der Folge stieß der Beamte auf weitere belastende Fakten, die schließlich dazu führten, dass auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der Tatverdächtigen erlassen wurden.
Dabei entdeckten die Ermittler weiteres Diebesgut. Außerdem kamen sie offenbar gerade rechtzeitig, um Rauschgiftgeschäfte zu verhindern. Es konnten ca. 80 Gramm Haschisch und etwa 30 Gramm Amfetamin sichergestellt werden. Ein Teil des Rauschgiftes war bereits in Konsumeinheiten verpackt worden. Als zwei der Beschuldigten merkten, dass die Polizei vor der Türe stand, versuchten sie, die Tütchen in der Küchenspüle verschwinden zu lassen, was jedoch nicht gelang.
Sachschaden von rund 70.000 €
Auf das Konto von zwei Mitgliedern der Bande gehen vier Geldautomatenaufbrüche von Mitte Juni bis Anfang Juli in Marktsteft, Schweinfurt, Unterspießheim und Gaukönigshofen. Bei ihren Raubzügen gingen die Täter zwar jedes mal leer aus, jedoch richteten sie einen Sachschaden von ca. 70.000 Euro an. In diesem Zusammenhang wurden zwei Tatverdächtige ermittelt. Einer der beiden Männer sitzt noch in Untersuchungshaft.
Sechs Tatverdächtige
Im Rahmen der weiteren Sachbearbeitung hat die Kripo Würzburg in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg insgesamt 43 Einbrüche rund um den Würzburger Heuchelhof aufgeklärt. In diesem Zusammenhang ermittelte der Sachbearbeiter vier weitere Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren, die offenbar seit November 2012 zusammen mit ihren bereits zuvor festgestellten Komplizen gemeinsame Sache gemacht hatten. Auch von ihnen sitzt einer nach einer Vorführung beim Ermittlungsrichter in Untersuchungshaft. Der Polizei waren seit vermehrt Einbrüche in Firmengebäude, Gartengrundstücke, Büros der Stadtbau Würzburg und Privatanwesen gemeldet worden. Die Unbekannten erbeuteten hierbei zahlreiche Elektrowerkzeuge, elektronische Geräte und auch eine größere Menge Bargeld. Der Wert der Beute dürfte etwas mehr als 100.000 Euro betragen. Einen Teil davon konnte die Polizei sicherstellen. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf rund 60.000 Euro belaufen.
Ermittlungen laufen
Von den sechs Beschuldigten befinden sich vier auf freiem Fuß, da bei ihnen keine Haftgründe vorliegen. Zwei Männer sitzen in Untersuchungshaft. Gegen alle Verdächtigen werden von der Kripo Würzburg und der Staatsanwaltschaft Würzburg Ermittlungen wegen Bandendiebstahls geführt. Einige von ihnen müssen sich auch wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten.

