Konjunktur: Unternehmer in Mainfranken sind optimistisch
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Würzburg erleben
20. Oktober 2013

Symbolbild Würzburg
Der Optimismus der mainfränkischen Unternehmen aus dem Frühjahr ist in der Realwirtschaft angekommen. Die regionale Wirtschaft bleibt auf Kurs. Das spiegelt sich in einem erneut gestiegenen IHK-Konjunkturklimaindikator.
Der vom Optimismus getragene Anstieg des mainfränkischen Konjunkturklimas aus dem Frühjahr setzt sich in der aktuellen Herbstumfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt fort. Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der die Geschäftslage und Erwartungen der Unternehmen in der Region zu gleichen Teilen berücksichtigt, liegt aktuell bei 119,4 Punkten (Frühjahr: 115,0 Punkte). Der Optimismus aus der Frühjahrsbefragung hat sich zudem in der realwirtschaftlichen Entwicklung positiv niedergeschlagen. Die Geschäftslage der mainfränkischen Wirtschaft hat sich ausnahmslos, über alle Branchen hinweg, positiv entwickelt. Derzeit bewerten 34,5 Prozent der befragten Unternehmen die Geschäftslage mit gut und 57,9 Prozent als befriedigend.
„Nach einer eher verhaltenen Entwicklung im ersten Halbjahr, hat die wirtschaftliche Belebung an Substanz zulegen können.“, erklärt Dr. Alexander Zöller, Leiter des Bereiches Standortpolitik der IHK Würzburg-Schweinfurt, die gegenwärtige Lage. Nahezu alle aktuellen realwirtschaftlichen Indikatoren – wie die Lageeinschätzungen, Auftragsbestände und Umsatzentwicklung – zeigen sich deutlich verbessert. Aktuell liegt das Geschäftsklima in allen Branchen über dem langjährigen Durchschnitt. Binnenorientierte Wirtschaftszweige wie das Dienstleistungsgewerbe, Handel und Baugewerbe, sowie Teilbereiche der Industrie, profitieren von positiven Investitionsplänen und einer stabilen Inlandsnachfrage. „Die hohe Erwerbsquote, vergleichsweise niedrige Preissteigerungsraten (plus 1,4 Prozent im September 2013) und Tarifabschlüsse aus dem ersten Halbjahr (plus 3,0 Prozent durchschnittliche Lohnsteigerung) haben die Entwicklung des privaten Konsums deutlich begünstigt.“, so Dr. Zöller. Diese Entwicklung komme bereits im Einzelhandel an und setze sich mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft fort. Auch die Geschäftslage im Industriegewerbe hat sich laut IHK spürbar verbessert.
Neben der stabilen Binnenkonjunktur mehren sich zudem die Anzeichen für neue Impulse aus dem Exportgeschäft. Während die Dynamik in China und den USA nachlasse, deute sich ein Ende der Exportdurststrecke aus der Eurozone an, erklärt IHK-Konjunkturexperte Lukas Kagerbauer. Den positiven außenwirtschaftlichen Signalen fehle jedoch angesichts der weiterhin hohen Staatsverschuldung und struktureller staatlicher Defizite im Euroraum noch das stabile Fundament, warnt der Konjunkturexperte vor zu viel Euphorie. „Setzt sich die Erholung in der Eurozone fort, könnte auch die mainfränkische Industrielandschaft hiervon profitieren.“ Der Ausblick der Wirtschaft für das Schlussquartal 2013 ist jedenfalls positiv.
Die vollständigen Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage sowie eine ausführliche Branchenauswertung können auf der Internetseite der IHK abgerufen werden.

