„Ich bin die Kriminalpolizei“: Betrügerische Gewinnversprechen am Telefon

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Würzburg erleben

23. Oktober 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Mit einer äußerst dreisten Masche haben Betrüger am Dienstagvormittag versucht eine 79-Jährige in Aschaffenburg um ihr Sparguthaben zu bringen. Sie riefen bei der Rentnerin an und teilten ihr einen Gewinn in Höhe von 330.000 Euro mit. Einzige Voraussetzung: die Frau sollte mindestens 1000 Euro Steuern vorab zahlen. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, gab sich der Betrüger sogar als Kriminalbeamter aus. Die Angerufene reagierte richtig, legte auf und informierte die Polizei.

Schriftliche Gewinnbenachrichtigung gefordert

800_dienst_pkw_von_oben_PolizeiGegen 10.45 Uhr läutete mit unterdrückter Nummer zum ersten Mal das Telefon bei der Seniorin. Ein Mann eröffnete der 79-Jährigen, dass sie 330.000 Euro gewonnen habe. Der Gewinn läge allerdings auf einem Konto in der Türkei und könne erst nach Zahlung der Steuern in Höhe von 1.000 Euro transferiert werden. Nachdem die 79-Jährige eine schriftliche Gewinnbenachrichtigung gefordert hatte, legte der Anrufer auf.

Angeblicher Kriminalbeamte fordert zur Zahlung auf

Kurz danach klingelte das Telefon aber erneut. Wiederum sprach sie ein Mann auf den Gewinn an und forderte die Rentnerin auf, am besten ihre gesamten Einlagen auf dem Girokonto für die schnelle Abwicklung des Gewinnes zu überweisen. Offenbar um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, sagte der Anrufer noch: „Ich bin die Kriminalpolizei“ und heiße Robert Schmidt. Die Seniorin erkannte allerdings den betrügerischen Zusammenhang mit dem ersten Anruf, forderte erneut eine schriftliche Gewinnbenachrichtigung und der Anrufer legte auf.

Aus Sicht der Polizei hat die 79-Jährige alles richtig gemacht. Sie hat sich nicht von dem vermeintlichen hohen Gewinn blenden lassen und Geld überwiesen. Selbstverständlich hat die Kriminalpolizei mit derartigen Dingen überhaupt nichts zu tun und solchen Gewinnversprechen am Telefon sollte man ohnehin keinen Glauben schenken, sondern vielmehr auflegen und die Polizei alarmieren.

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