Taijutsu in Würzburg: Der Aschenbecher als Waffe
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Würzburg erleben
24. Oktober 2013

Symbolbild Würzburg
Sport in Würzburg, das ist mehr als Baskets, Kickers oder WFV. Sport in Würzburg, das heißt auch American-Football, Wasserball oder Minigolf. In unregelmäßigen Abständen stellen wir euch deshalb an dieser Stelle die vielfältige Würzburger Sportlandschaft vor (siehe Teil 1 unserer Serie über den Würzburger Rugby Club).
Kampfkunst oder Kampfsport?
In unserer heutigen Ausgabe geht es nur bedingt um Sport. „Bujinkan Ninpo Taijutsu“ ist tatsächlich eine japanische Kampfkunst der Ninja und Samurai. Daniel Häusler, der sie im Kampfsportcenter Würzburg in der Zellerau lehrt, erklärte uns den Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst: „Beim Kampfsport geht es in erster Linie darum, in einem fairen sportlichen Wettkampf gegen einen meistens vergleichbar schweren Gegner, unter Berücksichtigung von gewissen Regeln, zu kämpfen.“
Bei einer echten Kampfkunst wie „Bujinkan Ninpo Taijutsu“ hingegen, gibt es keine Wettkämpfe. Würde man Wettkämpfe durchführen, müsste man Regeln einführen. Dies würde einen echten Kampfkünstler jedoch stark in seiner Kreativität stark einschränken. In einer echten Selbstverteidigungssituation sollte aber jedes Mittel recht sein, um zu entkommen bzw. zu überleben. Oder wie es Daniel Häusler formuliert: „Auf der Straße gibt es keinen 2. Platz“.
Der Aschenbecher als Waffe
Richtige Selbstverteidigung spielt sich demnach bereits vor einem möglichen Kampf ab. Um sich zu verteidigen sollte man beispielsweise wissen, wo man auf dem Bürgersteig am sichersten ist. An der Häuserwand? An der Strasse? In der Mitte? Diese Fragen stehen beim Training im Kampfsportcenter Würzburg im Vordergrund: „Man sollte lernen, wie man sich in gewissen Momenten verhält und wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt, wenn bedrohliche Situationen eintreten“, erklärt Häusler.
Im Rahmen seines Trainings erwerben die Schüler körperliche Fähigkeiten (Taijutsu), die sie befähigen, mit traditionellen Waffen wie z.B. dem japanischen Schwert (Katana) oder dem Langstock (Bo) umzugehen. Dabei wird die Kreativität soweit geschult, dass die Schüler auch alltägliche Gegenstände zu Waffen machen können. So könnte beispielsweise ein Aschenbecher in einer Tischdecke eine sehr effiziente Verteidigungswaffe gegen einen bewaffneten Gegner sein.
Neugierig geworden?
Das Training findet immer Dienstags zwischen 19:30 und 21:00 Uhr in der Friedrichstraße 37 in der Würzburger Zellerau statt. Für Interessierte sind die ersten beiden Unterichtsstunden umsonst.
Daniel Häusler legt bei seinen Stunden Wert auf eine freundliche, lockere und familiäre Atmosphäre. Das Training steht dabei unabhängig von Alter oder Geschlecht jedem offen: „Wir unterrichten Kinder ab 8 Jahre, Jugendliche und Erwachsene bis …160 Jahre“, scherzt der der Lehrer.

