Halloween beschert unterfränkischer Polizei wieder einiges an Arbeit
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Würzburg erleben
1. November 2013

Symbolbild Würzburg
UNTERFRANKEN. Trotz aller Vorwarnungen und verstärkter Präsenz war Halloween für die unterfränkische Polizei wieder mit Mehrarbeit verbunden. Von 270 zu bewältigenden Einsätzen hatten knapp 60 einen direkten Bezug zu Halloween- Feierlichkeiten. Dies sind in etwa so viele wie im Vorjahr. Besonders negativ aufgefallen ist, dass bei vielen Streichen Feuerwerkskörper im Spiel waren.
Sachbeschädigungen und Ruhestörungen
Wie auch im vergangenen Jahr lagen die Schwerpunkte im Bereich der Sachbeschädigungen und Ruhestörungen. Ein regionaler Schwerpunkt lässt sich in Unterfranken nicht ausmachen. Der übermäßige Alkoholgenuss, der leider auch dieses Mal wieder festzustellen war, tat sein Übriges. Erst in den Morgenstunden ebbte das generelle Feiergeschehen und Halloweentreiben ab.
Elf Sachbeschädigungen mussten die Beamten bereits am Donnerstagabend in Unterfranken aufnehmen, wobei erfahrungsgemäß die Hausbesitzer erst im Laufe des Freitagvormittags viele Verunstaltungen bemerken und anzeigen. In den bereits gemeldeten Fällen hatten Unverbesserliche zumeist mit Eiern oder Farbe Hausfassaden oder geparkte Autos beschmiert. Besonders negativ aufgefallen ist der häufige Einsatz der nicht ungefährlichen Feuerwerkskörper. Ungeachtet der Tatsache, dass diese nur rundum Silvester verwendet werden dürfen, hantierten Halloweenfeiernde in insgesamt 16 Fällen mit Knallkörpern. Meistens gingen Briefkästen dadurch zu Bruch.
Gut 20 Mal war die Polizei wegen Streitigkeiten oder Ruhestörungen zum Ausrücken gezwungen. Dies ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass der folgende freie Tag für Feierlichkeiten aus verschiedenen Anlässen genutzt wurde. Auch anlässlich von alkoholisierten Personen, Bränden und Verstößen gegen das Waffengesetz, mussten Polizeibeamte tätig werden.
Überwiegend friedlich in Würzburg
In Würzburg wurde das Halloweenfest überwiegend friedlich gefeiert. Die Polizei hat am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag nur in wenigen Fällen einschreiten müssen. Gegen 19.30 Uhr wurden die Beamten zunächst zu einem kleineren Brand am Heuchelhof gerufen. Dort war am Place de Caen eine Mülltonne in Brand geraten, der durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden konnte. Es entstand Sachschaden in Höhe von 500 Euro. Wie genau der Abfallbehälter in Brand geriet ist bislang nicht bekannt.
Kurz vor 21.00 Uhr kontrollierte eine Streifenbesatzung einen Jugendlichen im Wiener Ring. Der 15-Jährige hatte mehrere Feuerwerkskörper einstecken, deren Besitz aber erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Die „China Böller“ wurden daraufhin sichergestellt und seine Eltern verständigt. Mit dem kurz zuvor festgestellten Brand hatte der Jugendliche allerdings nichts zu tun. Um 22.30 Uhr war ein 17-Jähriger auf dem Heimweg vom Hauptbahnhof Richtung Grombühl. Dabei wurde er im Park an der Haugerglacisstraße bereits von Weitem von einem als Skelett verkleideten Mann beschimpft. Als beide sich begegneten wurde der Jugendliche von dem Unbekannten zunächst mit Bier vollgeschüttet und bekam anschließend eine Kopfnuss verpasst. Der Geschädigte erlitt eine dicke Beule an der Stirn und flüchtete anschließend Richtung Bahnhof. Von dem etwa 25 Jahre alten und 180 Zentimeter großen „Skelett“ fehlt bislang jede Spur. Der Täter hatte weiß gefärbte und nach oben gestylte Haare. Das Gesicht war als Totenkopf geschminkt, er trug ein Skelettkostüm. Hinweise zu dem Vorfall nimmt die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter Tel. 0931/457-2230 entgegen.

