Randale nach Abschlussprüfung
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Würzburg erleben
9. November 2013

Symbolbild Würzburg
Eine Gruppe junger Leute feierte am Freitag ihre Abschlussprüfung in einer Gaststätte in der Juliuspromenade. Einer aus der Gruppe sprühte in der Toilette mit einem Feuerlöscher herum. Anschließend beleidigte er noch die Geschäftsführerin und den Kneipeninhaber. Schlussendlich wurde er sogar handgreiflich.
Löschschaum im Raum versprüht
Am späten Freitagnachmittag gegen 18:00 Uhr war eine mehrköpfige Gruppe junger Leute, alle Anfang 20, in ausgelassener Stimmung in der Wirtschaft, um die gemeinsam absolvierte Abschlussprüfung würdig zu feiern. Alle sprachen dem Alkohol zu. Nach Begleichen der Zeche überspannte ein 21-Jähriger aus dem Landkreis Würzburg dann aber den Bogen, als er auf die Toilette ging. Aus dem Vorraum nahm er den Feuerlöscher mit und versprühte einen Teil des darin enthaltenen Pulvers in der Toilette. Dadurch wurde der gut besuchte Gastraum ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, da sich dort Pulverschwaden, wenn auch nur schwache, verteilten.
Die Personengruppe ging dann zunächst davon, konnte aber von einigen Beschäftigten der Gaststätte, darunter der Inhaber und die Geschäftsführerin, in der Juliuspromenade aufgehalten werden. Auf die Frage nach Namen und Adresse zwecks Schadensregulierung schaukelte sich die Situation weiter hoch. Der 21-Jährige beleidigte nun die 30-jährige Geschäftsführerin und schubste sie von sich weg. Auch gegen den 51-jährigen Inhaber des Lokals wurde er verbal ausfällig, selbst dann noch, als zwei Polizeistreifen schon eingetroffen waren und alle Hände voll zu tun hatten, die Wogen einigermaßen zu glätten.
Alkoholisiert und Aggressiv
Der junge Mann, der zum Tatzeitpunkt mit einem Wert von 1,36 Promille deutlich unter Alkoholeinfluss stand, wird sich demnächst wegen Beleidigung und ggf. Körperverletzung verantworten müssen. In jedem Fall sieht er aber einer Anzeige wegen des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen entgegen. Die Tatbeteiligungen der anderen Personen müssen noch geklärt werden.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass niemand verletzt wurde. Weder die Gäste im Lokal durch die leichten Pulverschwaden, noch die körperlich angegangene Geschäftsführerin machten behandlungsbedürftige Verletzungen geltend.

