Schockanrufer abgeblitzt: Ältere Damen bestens informiert

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Würzburg erleben

10. November 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Es ist eine schier unendliche Geschichte, mit der Enkeltrickbetrüger bzw. Schockanrufer nun schon seit Jahren unterwegs sind. Auch am Samstag versuchten sie ihr Glück wieder in Würzburg und in Höchberg. Erfreulich ist für die Polizei bei der Berichterstattung der Umstand, dass beiden Rentnerinnen, die diesmal entsprechende Anrufe erhielten, diese Masche durch Veröffentlichungen in den Medien bzw. Aushänge in Banken bereits bestens bekannt war. Deshalb entstand auch kein Schaden.

Angeblicher Rechtsanwalt teilt Unfall mit

Die beiden älteren Damen aus Würzburg und Höchberg hatten am Samstagvormittag um 10:00 Uhr und 30 Minuten später einen Anruf eines Mannes erhalten, der auf russisch erklärte, dass Verwandte einen Unfall gehabt hätten, wobei ein Mädchen verletzt worden sei. In beiden Fällen wurde das Gespräch dann von einem angeblichen Rechtsanwalt weitergeführt.

Im ersten Fall forderte der Anrufer 15.000 Euro. Allerdings war die 84-ährige aus Höchberg u.a. auch durch einen Aushang in ihrer Sparkasse über das Thema Enkeltrick bzw. Schockanruf bereits bestens informiert. Sie legte dann sofort wieder auf, bekam dann aber kurze Zeit später noch einmal einen zweiten Anruf, den die Frau auch wieder unverzüglich beendete.

Warnung der Polizei

Nur eine halbe Stunde später läutete dann bei einer 78-Jährigen aus dem Stadtteil Heuchelhof das Telefon. Die Rentnerin war durch Veröffentlichungen in den Medien ebenfalls sofort im Bilde und drohte mit der Polizei. Hier merkte der Täter offenbar gleich, dass er bei der älteren Dame am anderen Ende der Leitung nicht zum Zug kommen würde und beendete das Gespräch, noch bevor es zu irgendeiner Geldforderung gekommen war.

Auch wenn diese Warnungen vor den Enkeltrickbetrügern bzw. Schockanrufern bereits sehr oft von der Polizei herausgegeben worden, werden sie noch einmal wiederholt. Die neuen Fälle zeigen deutlich, dass diese Täter mit ihrer Masche auch weiterhin aktiv sein werden. Erst am vergangenen Mittwoch wurde eine ältere Dame in Aschaffenburg um mehrere tausend Euro gebracht, die sie an der Haustüre an einen unbekannten Mann übergab. Deshalb wird noch einmal eindringlich davor gewarnt, auf solche Forderungen am Telefon einzugehen. Wie man es richtig anstellt und sich vor großem finanziellen Schaden bewahrt, haben die beiden älteren Damen am Samstag vorgemacht.

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