Bistum Würzburg unterstützt Taifun-Opfer mit 100.000 Euro
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Würzburg erleben
12. November 2013

Symbolbild Würzburg
Die Diözese Würzburg stellt 100.000 Euro als Soforthilfe für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen bereit. Die Mittel werden aus dem Katastrophenfonds des Bistums genommen und an Caritas international weitergegeben, teilten Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand am Dienstag, 12. November, in Würzburg mit. Nach aktuellen Schätzungen vom 11. November sind auf den Philippinen zehn Millionen Menschen von den Auswirkungen des Taifuns „Haiyan“ betroffen. Der Sturm, der einer der gewaltigsten Taifune seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war, hat nach vorläufigen Angaben philippinischer Regierungsstellen 10.000 Menschenleben gefordert.
Effektiv Hilfe weiterleiten
„Über die Caritas-Partner und kirchliche Einrichtungen in den betroffenen Regionen erhalten wir Informationen aus erster Hand“, sagte Oliver Müller, Leiter von Caritas international. „Daher können wir sehr schnell helfen. Unsere Partner vor Ort können, sofern sie nicht selbst betroffen sind, die Hilfen effektiv weiterleiten.“ Die Informationen aus den Katastrophengebieten machen aber auch deutlich, dass manche betroffenen Inseln und Regionen nur schwer oder gar nicht erreichbar sind. Die Partner berichten, dass Häuser, Brücken und Straßen zerstört seien, die Kommunikation mancherorts komplett zusammengebrochen sei, weil nicht nur Telefonleitungen, sondern auch die Mobilfunknetze ausgefallen seien.
Sehr arme Regionen betroffen
„Dies ist eine gewaltige Katastrophe, die zudem sehr arme Regionen getroffen hat“, sagte Müller. „Wir bitten daher dringend um Spenden, damit wir unsere Hilfen fortführen und weiter ausbauen können.“ Mehrere Caritas-Teams sind in den Katastrophenregionen der Philippinen aktiv, um die ersten Hilfen zu organisieren und in besonders entlegenen Regionen weitere Hilfen zu leisten. Die Katastrophenhelfer verteilen Lebensmittel, Wasser, Wasserentkeimungstabletten und Zeltplanen an Bedürftige. Neben akuter Überlebenshilfe wird nach Caritas-Angaben der Wiederaufbau eine große Herausforderung sein, da viele mittellose Familien ihr Dach über dem Kopf verloren haben.
Spenden
Spenden mit Stichwort „Nothilfe Taifun“ werden erbeten: Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, Bankleitzahl 66020500. Onlinespende unter www.caritas-international.de. Charity SMS: SMS mit Caritas an die 81190 senden (5 Euro zuzüglich üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 Euro).
Malteser leisten ebenfalls Nothilfe
Nothilfe für die Überlebenden des Taifuns leisten auch die Malteser. „Die Malteser auf den Philippinen sind gut organisiert. Erste 500 Familien auf der Insel Samar wurden mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln bereits versorgt“, berichtet Stefan Dobhan, Malteser-Diözesangeschäftsführer in Würzburg. Über das internationale Hilfswerk Malteser international, dass seinen Sitz in Köln hat, werde die Unterstützung aus Deutschland sichergestellt. „Eine deutsche Mitarbeiterin ist nach Manila geflogen, um die Nothilfe-Maßnahmen mit zu koordinieren. Jetzt brauchen wir dringend Spenden, um die medizinische Versorgung der Verletzten und Kranken sicherzustellen.“ Die Krankenhäuser der Provinz Leyte seien fast alle geschlossen. Die Malteser vor Ort planen, mit mobilen Kliniken die Behandlung der Patienten zu verbessern. Die Malteser rufen zu Spenden für die Überlebenden des Taifuns auf: Malteser Hilfsdienst e. V., Konto 1201200012, Bankleitzahl 37060120, Pax-Bank, Stichwort „Taifun“, oder online unter www.malteser-spenden.de.

