Wildtiere verursachen Unfälle auf Autobahnen: Besondere Vorsicht geboten

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Würzburg erleben

13. November 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Im November haben sich auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried bereits mehrere Unfälle ereignet, die durch Wildtiere ausgelöst wurden. Allein am Dienstag wurden zwei Rehe und ein Wildschwein angefahren. Zum Glück kamen die Autofahrer mit dem Schrecken davon. Den Schaden schätzt die Autobahnpolizei insgesamt auf über 30.000 Euro.

Zahlreiche Unfälle auf Autobahnen

Am ersten Tag des Monats waren auf der A 3 kurz vor der Anschlussstelle Schlüsselfeld in Richtung Frankfurt zwei Pkw-Fahrer mit einem Wildschwein kollidiert. Die beiden Fahrzeuge wurden dabei so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten.

Am Donnerstag der vergangenen Woche war ein Kraftfahrer mit seinem Sattelzug in Richtung Nürnberg unterwegs gewesen. Er fuhr bei Abtswind in eine ganze Wildschweinherde.

Am Samstag darauf hatte ein Autofahrer auf Höhe des Autobahndreiecks Würzburg-West ein die Fahrbahn querendes Reh erfasst und es dabei getötet.

Am späten Dienstagnachmittag ist Autobahnpolizisten bei Kleinlangheim ein Reh aufgefallen, das sich schwer verletzt am Mittelstreifen der A 3 aufhielt. Sie erschossen das arme Tier und erlösten es von seinen Qualen.

Polizei rät zur Vorsicht

Gegen 18:20 Uhr kreuzten mehrere Rehe auf der A 7 zwischen den Anschlussstellen Gollhofen und Marktbreit die Fahrbahn. Eine 19-jährige Autofahrerin berührte eines der Rehe und bremste in dem dort einspurigen Baustellenbereich in Richtung Kassel ihr Fahrzeug bis zum Stillstand ab. Der 42-jährige Fahrer eines nachfolgenden BMW erkannte dies zu spät und fuhr auf. Zwei weitere Autofahrer auf der selben Strecke reagierten zu spät und fuhren im dadurch entstandenen Stau aufeinander.

Kurz vor 23:00 Uhr machten ein Peugeotfahrer aus Baden-Württemberg und ein 43-jähriger Sprinterfahrer zwischen den Anschlussstellen Gramschatzer Wald und Estenfeld unfreiwillig Bekanntschaft mit einem Schwarzkittel. Das Wildschwein hatte versucht, über die Fahrstreifen zu laufen und war dabei in der Dunkelheit von den beiden Fahrzeugen erfasst worden. Mit tödlichen Verletzungen blieb es im Mittelstreifen liegen.

Dies nimmt die Autobahnpolizei zum Anlass, Autofahrer insbesondere auf vermehrte Wildwechsel hinzuweisen und zur eigenen Sicherheit um eine den Gefahren in der „dunklen Jahreszeit“ angepasste Geschwindigkeit zu bitten.

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