Teures Parken schadet Handel – IHK kritisiert Stadt Würzburg
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Würzburg erleben
14. November 2013

Symbolbild Würzburg
Schaden für die heimische Wirtschaft erwartet die IHK Würzburg-Schweinfurt, wenn das Parkraumtarifkonzept der Stadt Würzburg in der geplanten Form an
diesem Donnerstag vom Stadtrat gebilligt wird. Insbesondere die Tarifanpassung auf zwei Euro für eine Stunde Parkzeit in der Kernzone stößt auf Ablehnung bei den Gewerbetreibenden. Hier das neue Parkraumkonzept: Link.
Durchschnittlich acht Euro Parkkosten
In einer Stellungnahme an die Rathausspitze weist die IHK darauf hin, dass bei einem durchschnittlichen Familien-Einkaufssamstag acht Euro an Parktarif anfallen würden. „Eine solche Erhöhung um bis zu 100 Prozent wird dazu führen, dass nicht nur Bürger der umliegenden Landkreise sich zukünftig genau überlegen werden, wohin sie zum Einkaufen fahren.“, so IHK-Referent Christian Sturm.
Nein zu Verringerung der Höchstparkdauer
Dem Ziel, die Parkhäuser besser auszulasten und somit den Parksuchverkehr zu verringern, steht die Wirtschaftskammer positiv gegenüber. „Durch eine drastische Anhebung der Tarife und ohne die Einführung eines attraktiven Kurzparktarifs in den Parkhäusern kann dieses Ziel jedoch nicht erreicht werden.“, so Sturm. Die IHK lehnt zudem die Verringerung der Höchstparkdauer für Oberflächenparkplätze ab. Gerade ältere und in der Mobilität eingeschränkte Personen seien auf Parkplätze in unmittelbarer Nähe zu den Dienstleistern und Einzelhändlern angewiesen. „Parkhäuser stellen für diesen Personenkreis oft keine Alternative dar.“
Forderung nach Park-and-ride
Die IHK bemängelt zudem, dass zahlreiche gute Ansätze des Verkehrsgutachtens von der Stadt nicht aufgegriffen wurden. „Das vorgelegte Konzept stellt rein auf die Anhebung der Gebühren und Tarife ab. Viel wichtiger wäre, den Verkehrsfluss durch ein attraktives Park-and-ride-System oder moderne und freundliche Parkierungsanlagen zu steuern.“, so Sturm weiter.

