Anglizismen im Deutschen: Peter Eisenberg in Würzburg
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Würzburg erleben
20. November 2013

Symbolbild Würzburg
„Fremdwörter sind Wörter der deutschen Sprache“, schreibt Peter Eisenberg in seiner Monografie „Das Fremdwort im Deutschen“. Der bekannte Linguist kommt am 19. November (HS 3, Philosophiegebäude am Hubland) zu einem Vortrag an die Universität Würzburg.
Was hat sich im 20. Jhd. verändert?
Im Rahmen des Würzburger Linguistischen Kolloquiums widmet sich Eisenberg dem Thema, das die Sprachwissenschaft des Deutschen in der letzten Zeit oft beschäftigt hat und auch in der öffentlichen Sprachdiskussion eine besondere Resonanz genießt: „Anglizismen im Deutschen – Was hat sich im 20. Jahrhundert verändert?“
Welche Rolle spielen die Fremdwörter in der deutschen Sprache? Die Zugehörigkeit von Wörtern wie Automobil (für Kraftfahrzeug) und Telefon (für Fernsprecher) zum Deutschen beispielsweise wird immer wieder in Frage gestellt.
Auch für Laien verständlich
Der Referent, eingeladen vom Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft an der Uni Würzburg, hat dazu eine grundlegende Monografie vorgelegt („Das Fremdwort im Deutschen“, Berlin / New York 2011). Darin werden die Ergebnisse der sprachwissenschaftlichen Fremdwortforschung systematisch zusammengefasst, ausschnittweise weiterentwickelt und neue Perspektiven für die zukünftige Forschung skizziert.
Das Buch ist aber nicht als eine rein wissenschaftliche Abhandlung zu verstehen. Auch Interessierte ohne Vorkenntnisse werden in dem Werk – wie auch bei dem Vortrag an der Uni – in das Thema geradezu hineingezogen.
Einer der führenden deutschen Sprachwissenschaftler
Peter Eisenberg gehört zu den führenden deutschen Sprachwissenschaftlern. Sein zweibändiger „Grundriss der deutschen Grammatik“ (4. Aufl. 2013) ist ein wissenschaftliches Standardwerk. Zahlreiche weitere Forschungsbeiträge, vor allem zur Grammatik und Schriftlinguistik, repräsentieren ein Werk, das die Erforschung der deutschen Sprache in den letzten Jahrzehnten erheblich geprägt und vorangetrieben hat.
Peter Eisenberg begann sein Studium der Sprachwissenschaft, nachdem er ein Studium der Nachrichtentechnik und Informatik als Diplom-Ingenieur abgeschlossen hatte. Er ist Mitgründer der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft, Mit-Autor der DUDEN-Grammatik und des DUDEN-Bandes über „Richtiges und gutes Deutsch“ sowie Mitglied im Rat für deutsche Rechtschreibung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 1996 erhielt er den Deutschen Sprachpreis, 2008 den Konrad-Duden-Preis.
Weitere Informationen
Ort & Uhrzeit: 19. November von 18.00 bis 20.00 Uhr c.t., HS 3 im Philosophie-Gebäude der Uni am Hubland-Campus, der Eintritt ist frei.
Hier die Übersicht über das gesamte Kolloquium des Lehrstuhls für deutsche Sprachwissenschaft.

