Kellerkommando erobert Würzburg – Dunnerkeil
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Würzburg erleben
21. November 2013

Symbolbild Würzburg
Volksmusik war schon immer Popmusik – sagt das Kellerkommando. Sieben fränkische Volks- bzw. Pop- und HipHop-Musiker aus München und Bamberg stehen trotz der traditionell-fränkischen musikalischen Bezüge gerade sehr im popkulturellen Rampenlicht. Das klingt weder eingestaubt und gehört auch nicht ausschließlich ins Bierzelt sondern ganz im Gegenteil. Mit einem Rapper im Gepäck klingen die volkstümlichen Beats fresh und fätt! Am 28.11.13 kommen die Jungs nach Würzburg.
Moderne musikalische Einflüsse
Dada Windschi ist Sänger von Kellerkommando und stellte einst fest: „Auch Volksmusik war immer Popmusik. Es ist die überlieferte Popmusik voran gegangener Generationen.“ Kellerkommando haben sich zur Aufgabe gemacht, diese Popmusik wieder in die Gegenwart zu holen und das gelingt ihnen mit modernen musikalischen Einflüssen und einer ordentlichen Portion Spaß auf der Bühne.
Die Zeit für Musik wie die unsere scheint reif zu sein, weil der Zeitgeist dafür da ist: Die Menschen interessieren sich wieder für Heimat, eigene Wurzeln, bis hin zur Regionaltheke im Supermarkt. Volksmusik? Volksmusik! Nicht als Gag, als ulkige Idee, als fröhlicher Einwurf zwischendrin. Sondern als Kernkompetenz, als das besondere Gut, als etwas unbedingt Erhaltenswertes. Doch trotz eines Selbstverständnisses als fränkische Volksmusiker steht das siebenköpfige KELLERKOMMANDO aus Bamberg mit allen 14 Beinen im Hier und Jetzt, in der Moderne, der Popkultur und urbanen Musik. „Dieser Tage passiert recht wenig Ungewöhnliches in der Musik“ findet Sänger und Akkordeonspieler Dada Windschi, der das Projekt vor vier Jahren aus der Taufe hob. „Man erlebt selten einen Aha-Effekt, wo man denkt: Das ist jetzt mal echt neu. Das ist sicher ein Vorteil für uns.“
Volksmusik und HipHop-Beats
Alles begann damit, dass sich Dada Windschi und der Bassist Sebastian Schubert zusammensetzten. Sie kannten sich über eine gemeinsame Projekt-Arbeit am Theater; der eine steckte seine Leidenschaft in Volksmusik, der andere schraubte HipHop-Beats. Sie trafen sich, probierten einen Nachmittag herum, und es fühlte sich sofort wahnsinnig natürlich für beide an. Und schon waren sie bei dem Gedanken: Das funktioniert so großartig, daraus muss man eine Band machen. Danach ging es an die Rekrutierung der weiteren Musiker.
Man suchte nicht nur in Bamberg, sondern auch in Würzburg und Nürnberg, denn man suchte Leute, die einerseits technisch draufhaben, was sie machen wollen, die aber andererseits nicht so klassisch verbildet sind, dass sie keine rotzigen Töne spielen können. Denn der Rotz: Der ist wichtig, nicht nur bei Kellerkommando, sondern gerade, um die Tradition der Volksmusik wiederzubeleben. Niemand weiß das besser als Dada, der ein abgeschlossenes Studium in Ethno-Musikologie mitbringt. Denn entgegen der Vorstellung vieler Menschen ist Volksmusik früher einfach Tanzboden- und Unterhaltungsmusik gewesen, und nicht das, was man lange im Fernsehen erleben konnte, wo Leute mit versteinerten Mienen auf einer Zither klampfen. Volksmusik war einmal etwas Wildes und Ungepflegtes, und dafür braucht man auch die richtigen Leute. Die fanden sie in Rapper Ali A$, Keyboarder Patrick Köbler, Trompeter Stefan Schalanda, Posaunist Ilya Khenkin und Drummer Norbert Weinhold.
Informationen
Das Bamberger Kellerkommando kommt am Donnerstag, den 28. November 2013 um 20:00 Uhr in die Würzburger Posthallen. Einlass ist ab 19:00 Uhr.
Weitere Infos: www.kellerkommando.com
Video „Human Drum Machine“ – Kellerkommando
Tickets erhältlich unter adticket.de (15,50 zzgl. VVK-Geb)

