Mit Waffe gedroht: Einsatzkommando überwältigt jungen Mann
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3. Dezember 2013

Symbolbild Würzburg
Ein Mann aus dem Landkreis Aschaffenburg, der in dringendem Verdacht steht, am Dienstagvormittag eine Bekannte mit einer Waffe bedroht zu haben, ist um die Mittagszeit von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei festgenommen worden. Der 25-Jährige hatte sich offenbar kurz zuvor selbst Verletzungen zugefügt. Er wurde deshalb in ein Aschaffenburger Krankenhaus eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen führt jetzt die Kriminalpolizei Aschaffenburg.
Fahndung nach Täter und PKW
Der Tatverdächtige war gegen 09:45 Uhr bei der Frau in einem Laufacher Ortsteil aufgetaucht und hatte sie dann aus noch unbekanntem Grund mit einer Waffe bedroht. Danach war der Beschuldigte wieder verschwunden. Die Frau hatte unmittelbar danach die Polizei verständigt, die dann sofort eine Fahndung nach dem Auto ausgelöst hatte, mit dem der Tatverdächtige verschwunden war.
Spezialeinsatzkommando angefordert
In der Folge konzentrierte sich der Polizeieinsatz auf das Wohnhaus des Mannes in Laufach. Da nicht auszuschließen war, dass der 25-Jährige weiterhin im Besitz einer Waffe war, wurde ein Spezialeinsatzkommando angefordert, das noch im Laufe des Vormittags eintraf.
Noch während entsprechende Einsatzvorbereitungen getroffen wurden, kam um die Mittagszeit die Mitteilung eines Zeugen. Ihm war ein Mann neben einem Pkw an der Bundesstraße 26 aufgefallen, der einen offensichtlich verwirrten Eindruck machte. Da es Hinweise darauf gab, dass es sich um den Gesuchten handelte, verlegten die Beamten des Spezialeinsatzkommandos schließlich zu der knapp vier Kilometer entfernten Stelle an der B 26. Dort wurde der Mann kurze Zeit überwältigt und festgenommen.
Schnittverletzungen aber keine Waffe
Es stelle sich dann heraus, dass sich der Beschuldigte selbst Schnittverletzungen an der Hand zugefügt hatte. Er wurde vor Ort medizinisch versorgt und dann in eine Klinik eingeliefert. Sein Gesundheitszustand ist stabil.
Eine Schusswaffe wurde bei dem Mann bzw. in dessen Pkw bislang nicht aufgefunden. Die Suche nach der Waffe ist noch im Gange. Die weiteren Ermittlungen, die jetzt u.a. wegen Bedrohung und eines Verstoßes nach dem Waffengesetz geführt werden, dauern an.

