40 Millionen statt 22 für die Theatersanierung?
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Würzburg erleben
10. Dezember 2013

Symbolbild Würzburg
Wird die Theatersanierung teurer? Statt der ursprünglich 22 Millionen Euro, sind nun rund 40 Millionen Euro im Gespräch. In der Sondersitzung des Stadtrates zur Sanierung des Mainfrankentheaters am Montag beschloss der Würzburger Stadtrat zwar den Wirtschaftsplan des Theaters. Das Hauptaugenmerk der Sitzung fiel jedoch auf veranschlagten Kosten von nun über 40 Millionen Euro statt den zuvor genannten rund 22 Millionen Euro. Ein eigenes Gremium soll nun über die weitere Vorgehensweise beraten.
„Aktuelle Zahlen dem Stadtrat vorenthalten“
Zu Anfang der Sitzung betont Bürgermeister Adolf Bauer, die Sitzung sei nicht als „Existenzfrage“ des Mainfrankentheaters zu sehen, es ginge viel mehr darum, Rahmenbedingungen zu setzen. Dafür müsse genügend Geld eingeplant werden, allerdings dürften andere Stellen nicht darunter leiden.
Der Kultur-, Schul- und Sportreferent Muchtar Al Ghusain betont, dass alles daran gesetzt werden müsse, das Theater zügig und sparsam zu sanieren.
Nachdem der Referent die vergangenen Beschlüsse vorgestellt hat, hagelte es Vorwürfe der Verwaltung gegenüber. Mehrere Stadtratsmitglieder warfen dem Referat vor, die aktuellen Zahlen von nun rund 40 Millionen Euro, statt den vorher veranschlagten 22 Millionen seit rund acht Monaten vorenthalten zu haben. Jürgen Weber sieht dies als „grobe Missachtung des Stadtrates“.
Neubau ausgeschlossen

Ein Neubau sei allerdings auch ausgeschlossen. Den könne man sich nicht leisten, betont Stadtkämmerer Christian Schuchardt. Allerdings solle „Geld in einem Theater niemals die Hauptrolle spielen“.
Sanierung bei laufendem Betrieb?
Der Beschluss des Stadtrates im Juni, das Theater im laufenden Betrieb zu sanieren, erweist sich zudem in der momentanen Raumsituation als nicht realisierbar. Unter anderen wegen der Schadstoffe, die beseitigt werden müssen. In dieser Zeit ist kein Spiel- und Proben-Betrieb möglich. Jedoch könnte das geplante Foyer als Ausweichspielstätte genutzt werden.
Wie das Theater letztendlich aussehen soll, ob angemietete Räume in das Haus des Mainfrankentheaters integriert werden, ob ein neues Foyer in Form eines „Stadtbalkons“ angebaut werden soll und wie weiter verfahren wird, berät nun ein eigenes Steuerungsgremium. Das Gremium soll anschließend direkt dem Stadtrat berichten.

