Erinnerungen an Adolph Kolping in Würzburg
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Würzburg erleben
11. Dezember 2013

Symbolbild Würzburg
Adolph Kolping wurde vor 200 Jahren, am 8. Dezember 1813, in Kerpen bei Köln geboren, gestorben ist er am 4. Dezember 1865 in Köln.
In Würzburg erinnert die Kolpingstraße, der Kolpingplatz mit dem Kolpinghaus und dem Kolping-Bildungswerk an den verdienstvollen Begründer des Kolpingwerkes. Zum Schuljahresbeginn 2013 eröffnete das neu sanierte Haus am Kolpingplatz wieder.
„Vereinshaus“ in Würzburg
In der früheren Wöllergasse hat der katholische Gesellenverein Würzburg bald nach seiner Gründung am 8. Dezember 1853 sein Heim erworben. Der durch den „Gesellenvater“, Adolf Kolping, im Jahre 1846 gegründete „katholische Gesellenverein“ entfaltete sich im katholischen Süddeutschland überaus schnell. Überall, wo die Verhältnisse danach waren, hat er sich einen festen Sitz, ein „Vereinshaus“ geschaffen. So war es auch in Würzburg. Das Anwesen Unterwöllergasse Nr. 219, das der Verein 1858 kaufte, wie das Anwesen Unterwöllergasse 220 (vom Jahre 1863) – beide mit einem Garten, erfüllten erst einmal ihren Zweck. Im Interesse der Mitglieder, deren Zahl schnell anwuchs, ließ im Jahre 1908 der damalige Präses Domvikar Glöggler die alten Häuser niederzureißen und ein neues Gesellenvereinshaus bauen. Architekt Rudolf Hofmann entwarf die Pläne. Am 25. Juli 1909 konnte das neue Anwesen eingeweiht werden. Die Front des Hauses mit ihrem interessanten Relief kam gut zur Geltung. In ihm kam so recht Kolpings Wahlspruch zur Geltung: „Religion und Tugend, Strebsamkeit und Fleiß, Eintracht und Liebe, Frohsinn und Scherz“. Dieses Haus wurde ein Opfer des Feuersturms am 16. März 1945 und ein neues Haus entstand in den fünfziger Jahren. Im Oktober 2013 war nun die feierliche Einweihung des generalsanierten Kolpinghauses am Kolpingplatz.
Ehemaliger Reuterskeller in Heidingsfeld
Auch in Würzburg-Heidingsfeld gibt es eine aktive Kolpingfamilie. Adolph Kolping hat im ehemaligen Reuterskeller 1856 der Gründung des Gesellenvereins – der heutigen Kolpingfamilie – beigewohnt.
Der Reuterskeller wurde 1836 von dem Brauereibesitzer Georg Reuter erbaut, wie ein Stein über dem Kellereingang zeigte. Zeitweise gehörte die Kellerwirtschaft auch zum Grünen Baum von Georg Schmelz. Es war auch einmal im Besitz des Fassfabrikanten Michael Wellhöfer. 1978 wurden die Gebäude abgebrochen und die Mergentheimer Straße ausgebaut. Auf dem Gelände des ehemaligen Reuterskeller wurde, zurückversetzt, das heutige Post-Hotel der Familie van Evert mit dem Restaurant Postillion errichtet.
Ein Bericht von Willi Dürrnagel

