Telefonbetrüger bringen 87-Jährigen um 19.000 Euro

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Würzburg erleben

13. Dezember 2013

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Äußerst dreiste Telefonbetrüger haben einen 87-jährigen im Landkreis Würzburg um knapp 19.000 Euro betrogen. Sie boten dabei mehrere Varianten auf, um den Senior hinters Licht zu führen. Letztlich flog das Ganze mit einem Anruf bei der Polizei auf. Die Polizeiinspektion Würzburg-Land führt die Ermittlungen.

Angeblicher Lotterie-Gewinn

Das Treiben der Betrüger begann etwa im Juni 2013. Hier läutete das Telefon bei dem Rentner und ein Unbekannter bat ihm ein Lotterie-Abonnement an. Der angebliche Vorteil bei sofortigem Abschluss sei, dass die ersten drei Monate kostenfrei bleiben und danach ein Betrag von knapp 70 Euro monatlich fällig sei. Der 87-Jährige ließ sich gutgläubig darauf ein.

Einige Zeit tat sich dann nichts, allerdings läutete Ende November bei ihm erneut das Telefon. Am anderen Ende der Leitung gab sich ein Mann als Mitarbeiter der Lottogesellschaft aus und gratulierte dem 87-Jährigen zu einem Gewinn in Höhe von 15.000 Euro. Einzige Voraussetzung für die Auszahlung sei die Überweisung der erforderlichen Gebühren. Nachdem das Opfer dann den ersten geforderten Betrag überwiesen hatte, folgten an den sechs Folgetagen weitere Anrufe mit Gebührenforderungen. Allen kam der Mann nach und überwies letztlich einen Gesamtbetrag von knapp 19.000 Euro via MoneyGram.

Angeblichre Polizeibeamter existiert nicht

Die Betrüger gaben sich damit allerdings noch nicht zufrieden und um weiteren Forderungen offenbar intensiveren Nachdruck zu verleihen, meldete sich dann nicht mehr die angebliche Lotteriegesellschaft, sondern die Täter gaben sich als Bank und Rechtsabteilung mit Sitz in Frankfurt a.Main aus und forderten eine weitere Zahlung in Höhe von 4000 Euro. Außerdem habe man das Konto des Seniors gesperrt und die Polizei ermittle.

Das Ende des Falles nahte damit, dass der 87-Jährige seine Bank daraufhin anrief und dort erfuhr, dass sein Konto gar nicht gesperrt ist. Endgültig flog der Betrug auf, als das Opfer dann bei der Polizei anrief und den von der angeblichen Rechtsabteilung genannten ermittelnden Polizeibeamten sprechen wollte. Den gab es natürlich nicht. Echte Ermittler kümmern sich jetzt um den Fall und warnen erneut eindringlich davor, sich von in Aussicht gestellten hohen Gewinnen per Post oder am Telefon täuschen zu lassen. Gerade wenn Gebühren bezahlt werden sollen, ist äußerste Vorsicht geboten und alle Alarmglocken müssen läuten.

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