Würzburg trifft es hart: Koenig & Bauer streicht über 500 Jobs
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Würzburg erleben
19. Dezember 2013

Symbolbild Würzburg
Keine schönen Weihnachtsnachrichten, die der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer in diesen Tagen mitteilt. Das Unternehmen möchte mit einem massiven Stellenabbau von insgesamt bis zu 1.500 Stellen aus den roten Zahlen kommen.
Dabei trifft es den Stammsitz des Unternehmens in Würzburg am härtesten. Alleine hier sollen 530 Stellen wegfallen. Damit sollen die allgemeinen Verwaltungskosten der Konzernzentrale nachhaltig reduziert werden, so ein Unternehmenssprecher.
Digitale Medien setzen stark zu 
In den ersten neun Monaten machte das börsennotierte Unternehmen rund 20,2 Millionen Euro Verlust, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn zu verzeichnen gewesen war (wir berichteten: Artikel) Ein Grund: KöBau leidet stark unter der Entwicklung der Medienbranche. Das Geschäft mit Maschinen für den Druck von Zeitungen und Werbeprospekten ist seit Jahren durch die weltweite Verlagerung der Medienwelt ins Internet stark rückläufig. Aktuell sind rund 6.200 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.
„Wir haben heute weitreichende Entscheidungen für KBA getroffen. Sie sind auch mit schmerzlichen Einschnitten für die Mitarbeiter verbunden. Diese Entscheidungen sind uns nicht leicht gefallen. Aber sie sind leider für die nachhaltige Zukunftssicherung unseres Unternehmens zwingend erforderlich“, erklärte der Vorsitzende des Vorstands, Claus Bolza-Schünemann in einer Konzernmitteilung.
Betroffen sind fünf Standorte
Die jetzt beschlossenen Maßnahmen betreffen die fünf Standorte Würzburg, Radebeul, Frankenthal, Mödling (Österreich) sowie in Dobruška (Tschechien) und sehen u.a. den Abbau der Stellen sowie eine Verlagerung von Fertigungsaufgaben vor. Selbst ein Verkauf oder Aufgabe eines Standortes schließt der Konzern nicht aus. Ziel des Unternehmens ist es, bis spätestens 2016 wieder profitabel zu sein.


