Einbrüche steigen weiter: Polizei verstärkt Präventionskampagne
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Würzburg erleben
20. Dezember 2013

Symbolbild Würzburg
Trotz der großen Präventionskampagne der Polizei zum Einbruchschutz in den letzten Wochen, ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche in Unterfranken weiter angestiegen. Seit Mitte Oktober ist die Polizei mit der Kampagne unterwegs und geht verstärkt auf die Bürger zu um sie zu sensibilisieren und zu informieren. Diese intensive Präventionsarbeit wird nun in den nächsten Wochenweiter weiter verstärkt und mit weiteren 10.000 Wurfzetteln besonders auf Wohnungsinhaber in Ortsrandlagen zugegangen. Dort waren zuletzt viele Einbrüche zu verzeichnen waren.
Wohnungseinbrüche steigen weiter an
Bis Mitte Oktober diesen Jahres wurden laut Polizei 430 Wohnungseinbrüche in Unterfranken – trotz der Präventionskampagne des Polizeipräsidiums sind dass so viele wie im kompletten Jahr 2012.
20 Tatverdächtige bislang ermittelt
Durch die verschiedenen Maßnahmen wie z.B. der eigens eingerichteten Ermittlungskommission zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls, konnten in den letzten Wochen aber auch einige Erfolge verbucht werden. So wurden laut Polizei, seit Beginn der dunklen Jahreszeit durch qualifizierte Sachbearbeitung und akribische Spurensicherung 20 Tatverdächtige festgenommen werden. Einige von ihnen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.
Polizei rät zur Vorsicht
Zwar zeigen die aktuellen Festnahmeerfolge, dass es mit der Präventionsaktion durchaus gelungen ist, die Bevölkerung für das Thema „Wohnungseinbruch“ zu sensibilisieren, dennoch raten wir als Polizei jedem Hausbesitzer, sein Eigentum konkret auf geeignete Sicherungsmaßnahmen hin zu überprüfen. Gerne können sich Interessierte auch im Internet, z. B. auf der Seite www.k-einbruch.de Unterfränkische Polizei intensiviert Präventionskampagne zum Einbruchschutz oder bei den Fachberatern der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Schweinfurt, Würzburg und Aschaffenburg über die Verbesserung ihres individuellen Einbruchschutzes informieren.
Terassen- oder Balkontüren oft unsicher
Insbesondere rückwärtige Terrassen- oder Balkontüren sind oft nicht ausreichend gesichert und werden deshalb auch von Einbrechern als Schwachstelle entdeckt und zum Aufbrechen genutzt. Daneben ist es auch hilfreich, sich über ein geeignetes Beleuchtungskonzept Gedanken zu machen. Relativ kleine und auch kostengünstige Maßnahmen, wie z. B. der Einsatz von Zeitschaltuhren im Innen- und Außenbereich können im Einzelfall große Wirkung entfalten. Das Wichtigste ist aber, tatsächlich bei jedem Verlassen des Hauses alles gründlich abzusperren und auch auf dem Grundstück keine Leitern, Werkzeuge oder sonstige Einstiegshilfen zu deponieren. Einbrecher wählen normalerweise Objekte aus, bei denen die Chance, zum schnellen Erfolg zu kommen, besonders groß ist und die Fluchtmöglichkeiten günstig sind. Weil dies insbesondere an autobahnnahen Wohngebieten oder in Ortsrandlagen der Fall ist, werden die Polizeiinspektionen in den nächsten Wochen dort nochmals unterwegs sein und diese Anwohner gezielt ansprechen.
Zeugen bitte schnellstens handeln!
Ganz besonders appelliert die Polizei aber an das Mitteilungsverhalten der Bevölkerung. Wie auch die guten Festnahmeerfolge gezeigt haben, kommt es sehr darauf an, dass Zeugen verdächtige Beobachtungen der Polizei schnellstmöglich über die Notrufnummer 110 mitteilen. Oft sind es nur wenige Minuten, die darüber entscheiden, ob einem Einbrecher die Flucht gelingt. Deshalb gilt für uns als Polizei die Prämisse: „Wir kommen lieber zweimal umsonst, statt einmal zu spät.“ Keinesfalls sollten Bürger selbst tätig werden und sich durch das Ansprechen von Verdächtigen womöglich selbst in Gefahr bringen!

