Freitag Nacht: „Gustl – Neues aus der bayrischen Justiz“
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Würzburg erleben
20. Dezember 2013

Symbolbild Würzburg
Mit einer szenischen Lesung geht die Veranstaltungsreihe Freitag Nacht an diesem Freitag, den 20. Dezember 2013, in die nächste Runde. Die Schauspieler Marianne Kittel und Georg Zeies stellen dieses Mal eine der absurdesten und ungeheuerlichsten Fehlentscheidungen der bayrischen Justiz vor und berichten über eine wahre Begebenheit.
Der Fall „Mollath“
Unter dem Titel „Gustl – Neues aus der bayrischen Justiz“ beleuchtet das rund 60-minütige Programm den Fall des Nürnbergers Gustl Ferdinand Mollath. Im Jahr 2003 hatte Mollath Strafanzeige gegen seine Frau und weitere Mitarbeiter der Hypo Vereinsbank wegen Schwarzgeldverschiebung und Geldwäsche gestellt. Infolge eines umstrittenen Gerichtsbeschlusses wurde er daraufhin für insgesamt sieben Jahre in den geschlossenen Abteilungen der Bezirkskrankenhäuser Bayreuth und Straubingen untergebracht. Erst 2011 wurden seine Vorwürfe durch die Veröffentlichung eines internen Revisionsberichtes der Hypo Vereinsbank bestätigt. Und doch dauerte es noch weitere zwei Jahre bis Mollath wieder auf freien Fuß kam.
Bizzare Fakten und unfassbare Vorgänge
Wenn am Ende des Abends, sämtliche bizzare Fakten und die unglaublichen Kuriositäten des Prozesses skizziert sowie die abwegigen und unfassbaren Vorgänge offengelegt worden sind, sieht sich das Publikum abschließend mit folgenden Fragen konfrontiert: Genügt tatsächlich die bloße Unterstellung eines „paranoiden Gedankensystems“, um einen unliebsamen Menschen in eine geschlossene Einrichtung verschwinden zu lassen? Bedarf es einer Reihe psychiatrischer Gutachter oder reicht ein einziges gefälschtes medizinisches Attest aus? Und wer bescheinigt uns, dass der Fall Mollath ein Einzelfall ist und unsere daran anknüpfenden Befürchtungen, uns nicht vor der Willkür der Justiz schützen zu können, grundlos sind?
20. Dezember 2013
Beginn: 22.00 Uhr
Mainfranken Theater, Treffpunkt Bühneneingang
Karten sind im Vorverkauf für 7,00 Euro an der Theaterkasse erhältlich. Reservierungswünsche werden telefonisch unter 0931/3908-124 oder per E-Mail an kasse@theaterwuerzburg.de entgegen genommen.
Die Freitag Nacht Reihe:
Die Reihe Freitag Nacht setzt sich kreativ bis trashig, satirisch bis rotzig, lässig bis streitbar mit dem Spielzeitmotto VON GELD UND GÖTZEN auseinander. Ob Lesung, Performance, Konzert, Comedy oder Tanz – Freitag Nacht ist eine Spielwiese mit viel Auslauf und ohne Begrenzung. Für jede Vorstellung von Freitag Nacht wird ein bislang unbekannter Ort am Theater als Spielstätte entdeckt, der im Vorfeld nicht verraten wird. So erhält das Publikum die Möglichkeit auch mal einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können.


