Hunderte Schmuckstücke aus Einbrüchen sichergestellt: Eigentümer gesucht!
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8. Januar 2014

Symbolbild Würzburg
BAYER. UNTERMAIN, KARLSTEIN, ASCHAFFENBURG. Nach einem Einbruch in ein freistehendes Einfamilienhaus im Ortsteil Großwelzheim am ersten Novemberwochenende, hatte die Kripo Aschaffenburg bereits Mitte November vier dringend Tatverdächtige ermittelt. Im Zuge der Folgeermittlungen war auch ein Teil der Beute sichergestellt worden. Gegen einen 38-Jährigen war daraufhin wegen des Verdachts der Hehlerei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Mit der Veröffentlichung von Lichtbildern des sichergestellten Schmucks hoffen die Ermittler jetzt darauf, weitere mögliche Straftaten aufklären zu können.
Wie bereits berichtet, hatten sich am Wochenende nach Allerheiligen Unbekannte über die Terrassentüre des Hauses im Großwelzheimer Seegraben gewaltsam Zutritt zu dem Anwesen verschafft. In der Folge hatten die Täter das mehrstöckige Haus durchsucht und neben Elektronikartikeln insbesondere auch Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro mitgehen lassen. Auch der angerichtete Sachschaden war mit etwa 3000 Euro beträchtlich.
Vier Personen festgenommen
Noch am Abend des 02.11.2013 hatten Beamte der Aschaffenburger Kriminaldauerdienstes erste Ermittlungen vor Ort aufgenommen, nachdem die Tat von den Bewohnern bemerkt worden war. Intensive Ermittlungen des für Einbruchskriminalität zuständigen Fachkommissariats hatten sich in den Folgetagen angeschlossen und letztlich rasch auf die Spur des Quartetts geführt. Nachdem sich der Tatverdacht weiter erhärtet hatte, waren zunächst ein 17-Jähriger und ein vier Jahre Älterer vorläufig festgenommen worden. Kurz darauf folgten ein 18-jähriger Tatverdächtiger und ein zwei Jahre ältere mutmaßlicher Komplize.
Strafanzeige gegen 38-Jähriger wegen Hehlerei
Kriminalpolizeiliche Maßnahmen hatten sich angeschlossen und auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft waren die vier Männer mit festem Wohnsitz in der Region am 20.11.2013 der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Aschaffenburg vorgeführt worden. Im Anschluss daran war das Quartett zunächst wieder auf freien Fuß gekommen. Die Ermittlungen hinsichtlich der Aufklärung des Einbruchs selbst waren somit abgeschlossen. Allerdings ging es jetzt noch darum festzustellen, was mit der Beute geschehen war. Umfangreiche Überprüfungen erhärteten dann Zug um Zug den Tatverdacht gegen einen 38-Jährigen aus dem Kreis Aschaffenburg, der im Verdacht steht, den Schmuck von den Einbrechern angekauft zu haben.
Einbruchsbeute sichergestellt
Auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft war ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss für die von dem 38-Jährigen genutzten Räume erlassen worden. Dort war in einer Durchsuchungsaktion etwa die Hälfte des in Karlstein gestohlenen Schmucks gefunden worden. Dieser konnte den rechtmäßigen Eigentümern zwischenzeitlich wieder zurückgegeben werden. Ein schöner Erfolg für die Ermittler, denn Ermittlungen hinsichtlich des Verbleibs von Diebesgut gestalten sich in der Regel schwierig. Gegen den 38-Jährigen wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Hehlerei der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft vorgelegt. Bei seiner kriminalpolizeilichen Vernehmung hatte sich der 38-Jährige im Übrigen geständig gezeigt.
Weiters Diebes gut im Wert von mehreren Zehntausend Euro gefunden
Neben der aus dem Großwelzheimer Einbruch stammenden Beute waren den Beamten der Aschaffenburger Kripo im Zuge der Durchsuchung bei dem 38-Jährigen weitere 167 Schmuckstücke in die Hände gefallen. Dabei handelt es sich um Hals-, Arm-, Finger- und Ohrschmuck sowie Münzen, Broschen, Schatullen und Uhren in Gold und Silber. Der Gesamtwert dürfte sicher im Bereich mehrerer Zehntausend Euro liegen.
Eigentümer gesucht!
Mit der Veröffentlichung der Bilder des Schmucks setzen die Ermittler jetzt darauf, dass sich die Eigentümer melden. Die Stücke konnten trotz intensiver Recherche bis dato noch keiner Straftat oder einem Besitzer zugeordnet werden. Möglicherweise lassen sich weitere Taten aufklären. Wer eines oder mehrere der Schmuckstücke erkennt oder sonst sachdienliche Angaben zu deren Herkunft machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.
Bilder aller Schmuckstücke hier

