Jazzige Klänge im Ratsaal: Neujahrsempfang der Stadt Würzburg
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Würzburg erleben
12. Januar 2014

Symbolbild Würzburg
Normalerweise gibt es beim Neujahrsempfang eine klare Aufgabentrennung: Zwei Redner, freundlicher Applaus der Bürgerschaft, Begleitmusik einer Würzburger Band vom Defilee bis zu den Gesprächen im Foyer. Diesmal waren die Würzburgerinnen und Würzburger etwas mehr gefordert.
Prof. Ulrich Konrad, Mozartforscher und Ordinarius der Musikwissenschaft I der Würzburger Universität, hatte als roten Faden seiner Gast-Rede das Bild der Stimmgabel gewählt und schlug diese letztlich auch für „den ersten Bürgerchor der Stadt Würzburg“ an. Aus rund 500 Kehlen erklang das Frankernlied und die Big Band „Route 66“ der Sing und Musikschule lieferte die jazzige Begleitmusik.
Mit Humor und Selbstironie
Beschwingt starte das neue Jahr aber auch, weil Bürgermeister Dr. Adolf Bauer zuvor in die Begrüßung der Gäste aus Politik, Behörden, der Kirchen, Vereine und Kultur und in seine Ausführungen viele humorvolle und selbstironische Bemerkungen einbaute: „Wir freuen uns über ein volles Haus, so wie sich der Intendant des Mainfrankentheaters auch immer über ein volles Haus freut“ oder „Mit den Medien verbindet uns ein kreatives Spannungsverhältnis.“
Zwischen den Lachern warb er aber mit dem nötigen Ernst für den attraktiven Standort Würzburg mit einer „überdurchschnittlichen Lebensqualität“, wo man Politik für die Menschen mache und auf den ehrenamtlichen Einsatz vieler Bürger und eine kooperative kommunale Familie bauen könne. „Die Zukunft soll man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen“, zitierte Dr. Bauer den Poeten Antoine de Saint-Exupéry.
Theater, A3 und Bahnhof. Viel zu tun im neuen Jahr
Der Bürgermeister ging aber auch ganz konkret auf die strittigeren kommunalen Hausaufgaben 2014 ein. Er sprach über den dringend benötigten A3-Ausbau, die Mainfrankentheater-Sanierung, wo bei aller Meinungsvielfalt niemand die Existenzfrage stelle, oder die eingeforderte Hauptbahnhofsanierung, die von der Stadt im Bahnhofsumfeld aktiv begleitet werden müsse. Bürgermeister Dr. Bauer schlug also beiden strittigen Fragen einen versöhnlichen Ton an. So nahm der städtische Neujahrsempfang mit vielen Gesprächen bei Wein und Gebäck seinen Ausklang und markiert zugleich den Beginn des Jahres mit seinen vielfältigen neuen Aufgaben.

