Betrunkener Fahrgast schlägt und beleidigt Polizisten

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Würzburg erleben

2. Februar 2014

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Ein Taxifahrer rief die Polizei zu Hilfe, weil sein Fahrgast nicht mehr aussteigen wollte und schließlich sogar einschlief. Die Polizisten halfen dem Mann beim Aussteigen, wurden aber in der Folge mit Schimpfwörtern bedacht und sogar geschlagen. Für den Aggressor endete der Abend in der polizeilichen Ausnüchterungszelle.

70Jähriger Fahrgast schläft alkoholisiert ein

Am frühen Samstagabend gegen 18:15 Uhr hatte ein Taxifahrer seinen 70-Jährigen Fahrgast von der Innenstadt ins Frauenland kutschiert. Am Fahrtziel angekommen, war der stark alkoholisierte Würzburger nicht mehr in der Lage, selbständig aus dem Taxi auszusteigen. Noch während der Taxler auf ihn einredete, schlief der Mann ein. So kam es zum Tätigwerden der Polizei. Den Polizisten gelang es nur mit Mühe, den älteren Mann aufzuwecken. Als sie ihn dann aufforderten, auszusteigen, verweigerte er seine Kooperation. Er ließ sich sogar zu der Drohung hinreißen, dass er die Polizisten schlagen werde.

Mit Faust Polizisten ins Gesicht geschlagen Polizeifahrzeug5

Nun war es erforderlich, den Fahrgast aus dem Auto zu ziehen. Kaum draußen, legte sich der Mann auf den Boden und simulierte den Schlafenden. Da der Mann natürlich nicht liegen bleiben konnte, wollte man ihm auf die Beine helfen. Als sich ein 27-jähriger Polizist über ihn beugte, schlug ihm der Würzburger unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der Polizeibeamte trug eine blutende Lippe und eine Verletzung im Mund davon. Auch ein anderer 32-jähriger Ordnungshüter kassierte einen Faustschlag an den Kopf, als es darum ging, den Renitenten zu fesseln. Dieser Schlag verursachte zwar einen Schmerz, blieb aber sonst glücklicherweise folgenlos. Während dem 70-Jährigen nun mit vereinten Kräften Handfesseln angelegt wurden, beleidigte er die Beamten nachhaltig.

Wegen einer Kopfverletzung, die der ältere Mann sich einige Stunden zuvor in einem Krankenhaus hatte behandeln lassen und die infolge des Gerangels wieder zu bluten angefangen hatte, brachte der Rettungsdienst den Verletzten erneut in ein Krankenhaus. Dort wurde die Wunde versorgt; ein Verbleib in der Klinik war jedoch laut Ärzteschaft nicht notwendig. Deshalb musste der Würzburger, der sich mittlerweile zusehends beruhigt hatte, einige Stunden in der Ausnüchterungszelle der Polizei zubringen.

Anzeige: Körperverletzung, Widerstand gegen Beamte und Beleidigung 

Noch im Krankenhaus war ihm aber auf Anordnung eines Bereitschaftsrichters eine Blutprobe entnommen worden. Diese Maßnahme war notwendig, da der 70-Jährige, wie eingangs erwähnt, deutlich unter Alkoholeinfluss stand und nicht willens und/oder in der Lage war, einen Test am Alkomaten zu absolvieren. Die beiden verletzten Polizisten konnten ihren Dienst fortsetzen. Der Würzburger sieht nun einer Anzeige wegen Körperverletzung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung entgegen.

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