Studentischer Senator wehrt sich gegen Kritik
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Würzburg erleben
19. Februar 2014

Symbolbild Würzburg
Nach der letzten Sitzung des Studentischen Konvents wurde der Studentische Senator, Alexander Bagus, von mehreren Seiten kritisiert. Der Vorwurf: Er habe sich gegenüber der Universitätsleitung gegen eine Erhöhung der Löhne für studentische Hilfskräfte (HiWis) eingesetzt. Dies weist er mit aller Deutlichkeit zurück.
Bagus-Bashing?
Bagus, der seit letztem Herbst für die Liberale Hochschulgruppe im Senat sitzt, war selbst von 2009 bis 2011 HiWi am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit. Zuerst war er studentische, später wissenschaftliche Hilfskraft gewesen. Er wisse daher aus eigener Erfahrung sehr gut über die marginale Entlohnung der HiWis an der Uni Würzburg Bescheid und erklärt nachdrücklich: „Ich habe mich, seit ich an der Uni Würzburg Hochschulpolitik betreibe, nie gegen eine Erhöhung der HiWi-Löhne ausgesprochen.“
Dabei verweist er auch auf einen Beschluss des Studentischen Konvents im Januar 2012. Damals war Bagus Mitglied des Konvents und es wurde einstimmig beschlossen, dass der Sprecher- und Sprecherinnenrat der Uni Würzburg „sich für die Erhöhung der Löhne der wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Hilfskräfte […] einzusetzen, sowie die Studierenden über diese Rechte zu informieren“ habe. Da Bagus bei dieser Sitzung anwesend gewesen sei und der Beschluss einstimmig getroffen wurde, erklärt er: „Folglich habe auch ich dieser Entscheidung zugstimmt. Diese Haltung hat sich auch gut zwei Jahre später um kein Jota geändert. Auch in der Sitzung vom 13. November 2013 habe ich nicht gegen den damaligen Erhöhungsantrag gestimmt.“
Konkrete Vorwürfe entkräftigen
Auf die konkreten Vorwürfe angesprochen, erläutert der Studentische Senator: „Ich habe mich auch niemals gegenüber der Universitätsleitung gegen eine Erhöhung der HiWi-Löhne ausgesprochen.“ Wie es zu dem aus Bagus Sicht sehr bedauerlichem Missverständnis gekommen sein soll, erklärt er so: „Ich habe in der Diskussion mit der Universitätsleitung, nachdem man auf den von der Großen Koalition angekündigten Mindestlohn zu sprechen kam, alleine den Hinweis eingebracht, dass die CSU Studis und Rentner vom Mindestlohn ausnehmen will. Dies war erst kurz zuvor in der Presse bekannt geworden und war als Information gedacht, nicht als Sabotage des Anliegens.“
Das Anliegen der Hilfskräfte sei nicht nur richtig, er empfinde es auch als wichtig, weshalb er über einen entsprechenden Leserbrief im Sprachrohr verärgert sei.
„Die Bezichtigung, als verlängerter Arm der Universitätsleitung zu dienen, ist in jeder Hinsicht absolut haltlos. Ich weise das strikt von mir. Ich setze mich ganz im liberalen Sinne auch weiterhin für meine Kommilitonen ein, sei es bei der Frage der Mitbestimmung, sei es bei der Frage der HiWi-Löhne. Der Hebel ist nur nicht die Universitätsleitung alleine. Die Mittel dafür müssen vom Landtag bereitgestellt werden. Ansonsten bedeutet ein höherer Stundensatz nur eine Kürzung der Stundenzahl oder bei der Anzahl der Hilfskräfte. Diese Farce trage ich dann definitiv nicht mit – und instrumentalisieren lasse ich mich erst recht nicht“,
kommentiert Bagus die Vorwürfe abschließend.
Zum Hintergrund
Als Studentischer Senator ist Bagus Kraft Amtes Mitglied des Sprecher- und Sprecherinnenrates, dem Exekutivorgan des Studentischen Konvents, dem Studierendenparlament der Universität Würzburg. Als Sprecherrat sind Bagus und seine sieben Kollegen an die im Konvent gefassten Beschlüsse gebunden, wie das Justiziariat bestätigte. In beschriebener Angelegenheit war ein heftigter Streit innerhalb der Studierendenschaft entbrannt, ob Bagus mit seinem Verhalten diesem Grundsatz wider- oder entsprochen hat.

